Abfangjagdflugzeug Lockheed XFV-1

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In der vorgesehenen VTOL-Konfiguration erhob sich die XFV-1 mangels ausreichender Triebwerkleistung niemals in die Luft.


Ein exotisches Konzept:

Schon früh zeigten sich Führungsstäbe zahlreicher Luftstreitkräfte über die aufwendigen Start und Landeeinrichtungen für Jagdflugzeuge beunruhigt. 1947 plante die US-Marine daher die Entwicklung eines senkrecht startenden und landenden VTOL-Abfangjägers (Vertical Take-Off
and Landing) und entschied sich für das von Lockheed vorgeschlagene Projekt 081-400. Das zunächst als XFO-1 bezeichnete Versuchsmuster
war als Mitteldecker ausgelegt und wurde von zwei Turbinentriebwerken über zwei gegenläufige Propeller angetrieben. Die Tragflügel besaßen
Trapezform. Das massive Kreuzleitwerk diente gleichzeitig als Start- und Landegestell und war für Bewegungen am Boden mit Rollen versehen.

Mangelnde Triebwerkleistung:

Vor den ersten Startversuchen im Jahr 1953 wurde der Prototyp in XFV-1 umgetauft. Aufgrund der unzureichenden Triebwerkleistung hob das Flug-
zeug jedoch nicht vom Boden ab. Deshalb wurde beschlossen, bei Allison leistungsfähigere Triebwerke in Auftrag zu geben. Um dennoch den
Flugleistungsbereich untersuchen zu künnen, wurde der Prototyp mit einem provisorischen Fahrgestell für konventionelle Starts und Landungen bestückt. In dieser Konfiguration fand der offizielle Erstflug am 16. Juni 1954 mit Testpilot Herman Salmon am Steuer statt. Zwar zeigten sich in der anschließenden Flugerprobung die ausgezeichneten Flugeigenschaften der XFV-1, doch erwies sich Allison als unfähig, das versprochene Triebwerk zu entwickeln, so daß das Programm im Juni 1955 aufgegeben wurde.

Die wichtigsten Versionen: XFV-l (Prototyp).

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ:XFV-1
Art: VTOL-Abfangjäger
Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke Allison T38 mit je 4305 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 930 km/h in 4500 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 13200 m; Reichweite 845 km
Masse: Leermasse 1260 kg; höchstzulässige Abflugmasse 7360 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,35 m ohne Zusatztanks;
Länge 11,43 m; Flügelfläche 22,85 m2
Bewaffnung: vier 20-mm-Maschinenkanonen (nicht eingebaut);
48x70-mm-Luft-Luft-Raketen (geplant)

Besatzung:1

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