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Eine langatmige Entwicklung -
Bereits 1946 schloß Westland mit der US-Firma Sikorsky einen Vertrag ab, der es dem britischen Unternehmen erlaubte, ab 1950 einen Dragonfly
bezeichneten Hubschrauber für den Einsatz bei der RAF in Lizenz zu fertigen. Dieser in 113 Exemplaren gebaute Drehflügler diente als Grundlage für eine Weiterentwicklung durch Westland-Ingenieure, die geräumiger und
im Einsatz flexibler sein sollte. Daraus ging die Widgeon hervor, die am 23. August 1955 erstmals flog. Ihre Kabine war für den Transport von bis zu fünf Personen ausgelegt. Als Antrieb diente ein 373 kW starker
Alvis-Kolbenmotor, der seine Leistung an einen gegenüber dem Vorgänger verbesserten Rotor abgab. In dieser vielseitigeren Form stieß die Widgeon sowohl bei militärischen wie zivilen Bedarfsträgern auf reges
Interesse.
Der Schein trügt -
Die Widgeon ließ sich tatsächlich für vier verschiedene Hauptaufgaben verwenden: Transport von bis zu vier Passagieren, Evakuierung von zwei Verletzten auf Tragen mit
einem Begleiter, Rettungseinsätze mit Hydraulikwinde und Beförderung von Außenlasten, insbesondere zur U-Boot-Bekämpfung. Der geschäftliche Erfolg blieb indessen aus. Es gingen zwar Aufträge verschiedener Kunden
ein, doch wurden nur 14 Exemplare gebaut, bei denen es sich in einigen Fällen um Dragonfly handelte, die dem neuen Stand angepaßt waren.
Die wichtigsten Versionen: Widgeon.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Großbritannien, Brasilien, Hongkong, Jordanien.
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TECHNISCHE DATEN: Typ: Widgeon Art: Mehrzweckhubschrauber Triebwerk: ein Kolbentriebwerk Alvis Leonides 521/2 mit 373 kW Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 167km/h in Meereshöhe;
Dienstgipfelhöhe 3 190 m; Reichweite 500km Masse: höchstzulässige Abflugmasse 2 676 kg Abmessungen: Hauptrotordurchmesser 14,99 m; Rumpflänge 12,44 m; Höhe 4,04 m; Heckrotordurchmesser 2,57 m
Bewaffnung: keine Besatzung: l (+4)
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