Heereshubschrauber Westland Westminster

Der etwas unfertig aussehende erste Westminster-Prototyp demonstriert seine Tragfähigkeit als fliegender Kran.


Das amerikanische Erbe -

Westland hatte bereits die beiden US-Hubschrauber Sikorsky S-55 und S-58 in Lizenz hergestellt, als das Unternehmen Ende der 50er Jahre beschloß, das technologische Erbe für den Eigenentwurf eines militärisch und zivil einsetzbaren Drehflüglers zu nutzen. Als Grundlage verwendete Westland die Kraftübertragung, die Rotoren und das hydraulische Steuersystem der Sikorsky S-56, um darum herum die Westminster zu bauen, die am 15. Juni 1958 zum erstenmal flog. Die Zelle war allerdings auf ein Minimum reduziert, das heißt auf ein Gerüst aus Stahlrohren. Der mit einer richtigen Kabine ausgestattete zweite Prototyp nahm am 4. September 1959 die Flugversuche auf.

Ein Hubschrauber ohne Anwendung -

Angetrieben von zwei Turbinentriebwerken Napier Eland E-229A mit je 2349 kW sollte die Westminster neben zwei Mann Besatzung 50 Passagiere oder eine Nutzlast von 6 220 kg befördern können. Allerdings ließen ihre Flugleistungen etwas zu wünschen übrig: die Reisegeschwindigkeit betrug nur 184 km/h und die Reichweite war auf 332 km beschränkt. Gegenüber den seinerzeit bereits im Einsatz stehenden militärischen Drehflüglern hatte die Westminster damit keine Vorteile zu bieten, und für die zivile Anwendung war sie zu groß und zu schwer. Ihre Weiterentwicklung mußte daher mangels Interesse 1960 eingestellt werden.

Die wichtigsten Versionen: Westminster.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Großbritannien.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: Westminster
Art: Transporthubschrauber
Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke Napier Eland E-229A mit je 2349 kW
Leistungen: Reisegeschwindigkeit 184 km/h;
Dienstgipfelhöhe 2 750 m;
Reichweite 332 km
Masse: Leermasse 10 125 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 14980 kg
Abmessungen: Hauptrotordurchmesser 21,95 m;
Länge 27,4 m;
Höhe 5,74 m
Bewaffnung: keine
Besatzung: 2
 

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