Heereshubschrauber Westland 30

Im taktischen Einsatz transportiert die Westland 30 bis zu 17 vollausgerüstete Soldaten in die Kampfzone.


Eine vergrößerte Lynx mit zwei Triebwerken -

Anfang 1976 beschloß Westland die Schaffung einer vergrößerten Lynx mit zwei Triebwerken und bezeichnete das Projekt Westland WG 30. Der erste Prototyp mit dem Kennzeichen G-BGHF führte seinen Erstflug mit zwei Wochen Vorsprung auf den Terminkalender am 10. April 1979 durch. Gegenüber der Lynx besitzt der neue Hubschrauber einen geräumigeren Rumpf, größere Haupt- und Heckrotoren, mehr Kraftstoffvorrat und ein neues Flugsteuersystem.

Taktische Transporte und Sanitätsaufgaben -

Umbenannt in Westland 30, entstanden aus dem Projekt mehrere Militär- und Zivilversionen, wovon erstere vor allem für taktische Transportaufgaben (TT30 und TT300), für die Unterstützung der kämpfenden Truppe und für Sanitätsaufgaben bestimmt sind. Die am 5. Februar 1986 in die Flugerprobung genommene TT300 besitzt zwei General Electric CT7 als Antrieb, neue Rotoren und einen besseren Schutz gegen Feindeinwirkung. Sie vermag 17 vollausgerüstete Soldaten oder einen Panzerbekämpfungstrupp aufzunehmen. Während für die zivilen Geräte bereits einige Aufträge eingegangen sind, hat sich noch kein militärischer Bedarfsträger gemeldet.

Die wichtigsten Versionen: TT30; TT300.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Großbritannien.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: 100-60
Art: Mehrzweckhubschrauber
Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke Rolls-Royce Gem 60-3 mit je 927 kW
Leistungen: max. Reisegeschwindigkeit 220 km/h;
Dienstgipfelhöhe 3 000 m;
Schwebeflughöhe 2 195 m im Bodeneffekt;
Überführungsreichweite 730 km
Masse: Leermasse 3 120 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 5 800 kg
Abmessungen: Hauptrotorkreisdurchmesser 13,31 m;
Rumpflänge 15,90 m
Bewaffnung: keine
Besatzung: 2
 

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