Schulflugzeug Tachikawa Ki-54 "Hichory"

tachikawa ki54 hichory

Im Aussehen erinnert die Ki-54 Hichory an das amerikanische Mittelstreckenverkehrsflugzeug Lockheed Electra, doch handelte es sich um ein rein japanisches Erzeugnis.


Tachikawa übernimmt -

Im Jahr 1937 mußte die japanische Firma Nakajima, die im Auftrag des Heeres und der Marine die Ki-34/LINI fertigte, an Tachikawa die Lizenzrechte vergeben, da sie mit dem Bau von Kampfflugzeugen überlastet war und diese kleine Zweimotorige nicht mehr verkraften konnte. Für den zivilen Einsatz entworfen, ließ sich die Ki-34/LINI nur mit Mühe der militärischen Verwendung, insbesondere der Schulung, anpassen. Tachikawa schlug daher eine Weiterentwicklung der Thora vor, die speziell für die Ausbildung von Piloten mehrmotoriger Flugzeuge ausgelegt war. Während die Ki-34/ LINI zum großen Teil auf amerikanischer Technologie beruhte, präsentierte sich das Flugzeug von Tachikawa als rein japanisches Erzeugnis.

Hichory in französischen Farben -

Seinen Erstflug führte das Ki-54 Hichory bezeichnete Flugzeug im Sommer 1940 durch. Wie ihr Vorgänger besaß sie zwei Triebwerke (Ha 13a von Hitachi) und einen tief angesetzten, freitragenden Flügel. Das Hauptfahrwerk war einziehbar, das Heckrad aber nicht. Obschon die Hichory nicht die Triebwerkleistung der Thora aufwies, war sie in ihren Flugleistungen mit Ausnahme des für Schulungsmissionen unwichtigen Einsatzradius und der Nutzlastkapazität überlegen. Bis Kriegsende wurden 1368 Einheiten gefertigt, doch war die Karriere dieses Flugzeugs
mit dem Waffenstillstand nicht zu Ende. Vier Hichory wurden von den Franzosen in Indochina erbeutet und bis 1948 für den Abwurf von Flugblättern und Post sowie für Aufklärungseinsätze benutzt.

Die wichtigsten Versionen
Ki-54b (wichtigste Serienausführung);
Ki-54c (Transportversion);
Ki-54d (U-Jagd-Version).

Die wichtigsten Abnehmerländer Japan, Frankreich.
 


——— TECHNISCHE DATEN ——
Typ: Ki-54b
Art: Schulflugzeug
Triebwerk: zwei Kolbentriebwerke Hitachi Ha 13a mit je 380 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 375 km/h in 2 000 m Höhe;  Dienstgipfelhöhe 7 180 m;
Reichweite 960 km
Masse: Leermasse 2 955 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3 895 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 17,90 m;
Länge 11,94 m;
Höhe 3,58 m;
Flügelfläche 40 m2
Bewaffnung: vier 7,7-mm-Maschinengewehre
 

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