Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Dassault Super Etendard

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Vorbereitung einer Super Etendard der französischen Marinefliegerflottille Fll für einen Katapultstart.


Ein würdiger Nachfolger

Die Weiterentwicklung der Etendard IV-M zur kampfwertgesteigerten Super Etendard lief offiziell 1973 an. Wie ihr Vorgänger war auch die Super Etendard als trägergestützter Abfangjäger und Jagdbomber für die französischen Flugzeugträger Clemenceau und Foch bestimmt. Durch Umbau zweier Etendard IV-M und Umrüstung auf ein sparsameres Triebwerk (der verwendete Atar 8K-50 ist eine nachbrennerlose Version des Atar 9K-50 in der Mitage Fl) entstanden zwei Prototypen, deren erster am 28. Oktober 1974 flog.

Ein eindrucksvolles Waffensystem

Aerodynamische Verbesserungen und das stärkere Triebwerk machten eine höhere Abflugmassse bei Katapultstart möglich, so daß die Super Etendard mehr Kampfmittel und/oder Kraftstoff mitführen kann. Eine hochmoderne Avionikausrüstung, Seezielflugkörper und nukleare Luft-Boden-Flugkörper ASMP (Air-Sol Moyenne Portee) lassen die Super Etendard zu einem kampfkräftigen Waffensystem werden. Nach der Lieferung von 71 Exemplaren an die französischen und von 14 Exemplaren an die argentinischen Marineflieger lief die Produktion 1983 aus. Zur Zeit wird in Frankreich ein Modemisierungs-programm eingeleitet.

Einsatz im Falklandkrieg

Die Super Etendard machte Schlagzeilen, als die fünf einsatzfähigen Exemplare der argentinischen Marine Angriffe gegen den britischen Flotten-verband im Südatlantik flogen und unter anderem
am 4. Mai 1982 den britischen Zerstörer HMS Sheffield mit einem Seezielflugkörper Exocet versenkten. Darüber hinaus setzte der Irak fünf leihweise überlassene Super Etendard gegen die Tankschiffahrt im Golfkrieg ein.

Die wichtigsten Versionen: Super Etendard.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich, Argentinien, Irak.
 


———— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: Super Etendard
Art: trägergestützter Abfangjäger und Jagdbomber
Triebwerk: ein Strahltriebwerk SNECMA Atar 8K-50 mit 49 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 1180km/h in Meereshöhe; Dienstgipfelhöhe 13 700 m;
Einsatzradius 850 km
Masse: Leermasse 6 450 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 12000kg
Abmessungen: Flügelspannweite 9,60 m;
Länge 14,31 m;
Höhe 3,86 m;
Flügelfläche 28,40 m2
Bewaffnung: zwei 30-mm-Maschinenkanonen DEFA;
Kampfmittelzuladung 2 100 kg (Bomben, Raketenbehälter, Seezielflugkörper AM39 Exocet, Luft-Luft-Flugkörper Matra Magie, Atombomben AN52 oder nukleare Luft-Boden-Flugkörper ASMP) an vier Unterflügelstationen
 
Besatzung: l
 

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