Mittlere Bombenflugzeuge SPCA 30 M-4

Dem ersten Ganzmetallflugzeug der SPCA war kein Erfolg beschieden.


Ein fliegendes Monster ...

Die aufgrund einer Forderung der französischen Streitkräfte aus dem Jahr 1928 als Tag- und Nachtbomber konzipierte SPCA 30 M-4 der Societe Provencale de Construction Aeronautique (SPCA) war typisch für den unzulänglichen Entwicklungsstand der französischen Luftfahrtindustrie im Jahrzehnt vor dem zweiten Weltkrieg. Der kurze Mittelrumpf nahm die Besatzung und die Bewaffnung auf, die beiden Leitwerksträger waren vorn mit den Triebwerken und den Tragflügeln zusammengebaut, und der unförmige MG-und Bombenschützenstand über dem Bug ragte fast 4 m über die Flügelvorderkante nach vorn hinaus.

... mit eindrucksvoller Bewaffnung ...

Immerhin war das Flugzeug noch mit zwei weiteren MG-Ständen - je einem in beiden Seitenrümpfen - bewaffnet und konnte eine eindrucksvolle Bombenlast transportieren. Die erste SPCA 30 startete am 1. Februar 1931 in Istres zu ihrem Erstflug. Im August 1931 wurde das Flugzeug im Beisein von Marschall Petain der Beschaffungskommission und dem Luftfahrtminister vorgestellt.

... und unzulänglichen Flugeigenschaften

Unglücklicherweise zog eine technische Störung während des Vorführflugs eine Notlandung nach sich, bei der das Flugzeug beschädigt wurde. Trotz heftiger Kritik der Testpiloten wurde das
Flugzeug instandgesetzt und verstärkt. Zahlreiche weitere Unfälle führten schließlich 1936 zur Verschrottung. 1933 war ein zweiter Prototyp der SPCA 30 mit leistungsstärkeren Hispano-Suiza-Triebwerken an den Start gerollt, der sich aber auch nicht besser gegen die schließlich siegreiche Amiot 140 durchsetzen konnte.

Die wichtigsten Versionen: SPCA 30 M-4.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: SPCA 30 M-4
Art: Mehrzweckbomber (Prototyp)
Triebwerk: zwei flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Triebwerke Lorraine 18 Kd mit je 478 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 255 km/h;
Dienstgipfelhöhe 7 500 m;
Reichweite 650 km
Masse: Leermasse 1750 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 7 200 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 26,50 m;
Länge 17,06 m;
Höhe 5,30 m;
Flügelfläche 100 m2
Bewaffnung: drei Maschinengewehre;
Kampfmittelzuladung nicht bekannt
Besatzung: 5
 

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