Abfangjagdflugzeug Sud-Ouest SO-4050 Vautour II-N

so4050_vautour

Eine Vautour II-N des 30. französischen Jagdgeschwaders.


Ein Aufstieg aus der Asche.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war die französische Luftfahrtindustrie am Boden zerstört.
Dennoch gelang es privaten und staatlichen Unternehmen wie Dassault oder Sud-Ouest, einen dynamischen Neuanfang zu machen. Die SNCA-SO (Socie`te Nationale de Constructions Ae`ronautiques du Sud-Ouest - kurz: Sud-Ouest) stieg in den Bau von Kampfflugzeugen ein und schuf
mit der SO-4000 und der SO-4050 Vautour zwei Muster von beeindruckender Langlebigkeit.

Ein universelles Muster.

Die drei wichtigsten Versionen der SO-4050, der Abfangjäger II-N, der Jagdbomber Il-A und der Bomber II-B, wurden zwar in großen Stückzahlen von der französischen Luftwaffe bestellt, doch blieben die produzierten Stückzahlen hinter den ursprünglichen Planzahlen zurück. Der erste Prototyp der ll-N flog noch unter der Bezeich-
nung Vautour N am 16. Oktober 1952 und bewies auf Anhieb seine hervorragende Wendigkeit und Leistungsfähigkeit. Zwischen 1956 und 1959 wurden insgesamt 146 Vautour gebaut, davon 40 in der Version als zweisitziger Allwetter-Abfang-jäger II-N mit Bordradar und Flugkörperbewaffnung.

Eine erstaunliche Nutzungsdauer.

Die Allwetterjagdversion II-N blieb bis 1973 bei der französischen Luftwaffe im Einsatz, wenn auch zuletzt primär als Schulflugzeug. Die Jagdbomber- und Bomberversionen wurden 1960 an Israel verkauft und flogen bis weit in die siebziger Jahre hinein bei der israelischen Luftwaffe.

Die wichtigsten Versionen:

Vautour A und II-A (30 einsitzige Jagdbomber),
B und II-B (40 zweisitzige Bomber),
N und II-N (70 zweisitzige Abfangjäger).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich, Israel.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ:Vautour II-N
Art:Allwetter-Abfangjäger
Triebwerk: zwei Strahltriebwerke SNECMA Atar 101E-5 mit je 36,3 kN
Leistungen:Höchstgeschwindigkeit 1 160 km/h in Meereshöhe; Dienstgipfelhöhe 15 000 m;
Reichweite 2 575 km;
Üherführungsreichweite 6000 km
Masse:Leermasse 14900 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 20 700 kg
Abmessungen:Flügelspannweite 15,11 m;
Länge: 15,84 m;
Höhe 4,95 m;
Flügelfläche 45 m2
Bewaffnung: vier 30-mm-Maschinenkanonen DEFA 552; Luft-Luft-Raketen oder Luft-Luft-Flugkörper Matra 511 unter den Tragflügeln
Besatzung:2
 

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