Schulflugzeug Hawker Siddeley Gnat T.1

hawker siddeley gnat t1

Eine zweisitzige Gnat T.1 der britischen Luftwaffe. Hindustan Aeronautics baute in Bangalore 175 einsitzige Gnat in Lizenz.


Ein Leichtjäger aus Großbritannien -

Der Koreakrieg war ein schwerer Schock für die Luftstreitkräfte des Westens. Die von der Sowjetunion zum Einsatz gebrachten Kampfflugzeuge waren zwar vergleichsweise primitiv konstruiert, erwiesen sich aber als außerordentlich leistungsfähig. Neben mehreren anderen Konstruktionsbüros nahm daher auch Folland 1953 die Entwicklung eines einfachen, leichten Jagdflugzeugs mit der Bezeichnung Fo 139 Midge auf, dessen Prototyp im August 1954 erstmals flog. Kurz danach folgte die sehr ähnliche Fo 141 Gnat.

Lizenzproduktion in Indien -

Nach einer langen Flugerprobung entschied sich die britische Luftwaffe jedoch für die Hawker Hunter FGA.9. Erst als sich mit dem Verkauf der Produktionslizenz an Indien ein erster kommerzieller Erfolg einstellte, wurde auch die RAF wieder aufmerksam und gab die Entwicklung einer zweisitzigen Schulversion als Nachfolger für den Fortgeschrittenentrainer De Havilland Vampire T.11 in Auftrag.

Ein Fortgeschrittenentrainer für die RAF -

Folland verlängerte den Rumpf der Fo 141 für den Einbau eines zweiten Sitzes, vergrößerte die Flügelfläche um 3,72 m2 und konstruierte das Heckleitwerk um. Am 31. August 1959 flog der erste Prototyp der neuen, zweisitzigen Schulversion. Die Flugerprobung zog sich jedoch hin, und erst mit der Übernahme der Firma durch Hawker Siddeley kamen die Dinge in Schwung. Im Februar 1960, im Juli 1961 und im März 1962 bestellte die RAF insgesamt 105 Exemplare, die ab Februar 1962 der Truppe zuliefen. Erst Anfang der 80er Jahre wurden die letzten Gnat T.1 ausgemustert.

Die wichtigsten Versionen Gnat T.1.

Die wichtigsten Abnehmerländer Großbritannien.
 


———— TECHNISCHE DATEN ——
Typ: Gnat T.1
Art: Fortgeschrittenentrainer
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Bristol Siddeley (Rolls-Royce) Orpheus 101 mit 18,8 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 1 026 km/h in 9 500 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 14 600 m;
Reichweite 1 900 km
Masse: Leermasse 2 330 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3 880 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 7,32 m;
Länge 9,65 m;
Höhe 3,20 m;
Flügelfläche 16,26 m2
Bewaffnung: Kampfmittelzuladung 454 kg
Besatzung: 2
 

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