Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug SEPECAT Jaguar

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Zwei Jaguar A des 11. französischen Jagdgeschwaders mit Wüstentarnanstrich
 über dem Tschad.


Ergebnis britisch-französischer Zusammenarbeit

Anfang 1965 forderten die britischen und französischen Luftstreitkräfte ein leichtes taktisches Flugzeug für Schul- und Luftnahunterstützungs-Aufgaben. Nachdem sich die beteiligten Regierungen auf den Breguet-Entwurf Br.121 geeinigt hatten, gründeten Bristol Aircraft und Breguet Aviation im Mai 1966 die Firma SEPECAT (Societe Europeenne de Production de l'Avion Ecole-Appui Tactique) für die Entwicklung und Produktion dieses Flugzeugs.

Produktion und Einsatz

Der erste Prototyp flog am 8. September 1968. Das von zwei Adour-Triebwerken Mk 102 angetriebene leichte taktische Kampfflugzeug erwies sich rasch als leistungsfähiges Mehrzweckmuster. Die französische Luftwaffe erhielt von 1972 bis 1981 160 einsitzige Jaguar A (Appui) und 40 zweisitzige Jaguar E (Ecole). Die Royal Air Force übernahm von 1972 bis 1982 165 einsitzige Jaguar S (Strike) und 38 zweisitzige Jaguar B (Trainer). Zwischen Dezember 1977 und Mai 1978 wurden französische Jaguar gegen Aufständische in Mauretanien eingesetzt.

Eine erfolgreiche Exportkampagne

Die vielseitigere Exportversion Jaguar International flog erstmals am 19. August 1976. Sie wird durch leistungsstärkere Adour-Triebwerke Mk 804 oder 811 angetrieben. Besonders Großbritannien bemühte sich erfolgreich um den Export dieses Musters in der Dritten Welt, von dem bis Juni 1985 170 Exemplare verkauft werden konnten.

Die wichtigsten Versionen:

Jaguar A und E (Frankreich);
Jaguar B (RAF-Bezeichnung Jaguar T.2) und
S (RAF-Bezeichnung Jaguar GR.l),
Jaguar International.

Die wichtigsten Abnehmerländer:

Frankreich (200),
Großbritannien (203),
Ecuador (12),
Indien (116),
Nigeria (18),
Oman (24).
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: Jaguar International Art: taktisches Mehrzweckkampfflugzeug Triebwerk:  zwei ZTL-Strahltriebwerke Rolls-Royce/Turbomeca Adour Mk 811 mit je 24,6 kN (Nachbrennerschub 37,4 kN) Leistungen: Höchstgeschwindigkeit l 700 km/h in 11 000 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 14 000 m;
Einsatzradius l 408 km und
Überführungsreichweite 3 524 km mit Zusatztanks
Masse: Leermasse 7 000 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 15 700kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,69 m;
Länge 16,83 m;
Höhe 4,89 m;
Flügelfläche 24,18 m2
Bewaffnung:  zwei 30-mm-Maschinenkanonen;
Kampfmittelzuladung 4 763 kg (Bomben, Luft-Luft-Flugkörper Sidewinder oder Magic, Luft-Boden-Flugkörper, Antiradarflugkörper, Raketen)

Besatzung: l oder 2
 

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