|
Der bucklige Bomber -
Im Oktober 1934 flog der Prototyp eines achtsitzigen Transportflugzeugs, der im September 1935 sechs Weltrekorde aufstellte. Daraufhin gab die italienische Luftwaffe
einen Prototyp als Bomber in Auftrag, der im Oktober 1936 erstmals flog, sich aber bis auf den MG-Stand auf der Rumpfoberseite, eine Gondel für den Bombenschützen an der Rumpfunterseite und das erhöhte Cockpit (das
der SM.79 den Spitzname "Der bucklige Bomber" eintrug) strukturell nicht von der Transportversion unterschied.
Im Einsatz an allen Fronten -
Zwischen Oktober 1936 und Juni 1943 wurden 1217
SM.79 gebaut. Ihre Feuertaufe erhielt die Sparviero im Februar 1937 bei der italienischen Aviazione Legionaria im spanischen Bürgerkrieg. Bei Kriegsausbruch besaß die italienische Luftwaffe Regia Aeronautica 594
SM.79, die sehr bald an allen Fronten eingesetzt wurden. Ihre außergewöhnlichen Flugeigenschaften kamen besonders in der Version SM.79 II als Torpedobomber zum Tragen.
Ein vielseitiges Muster -
Die
SM.79 flog als Höhen- und Torpedobomber, Schlachtflieger und Transporter und wurde auch als Aufklärer eingesetzt. Die letzte Version SM.79 III erschien 1943 und besaß leistungsstärkere Triebwerke sowie
aerodynamische Verbesserungen. Nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten im September 1943 kämpfte die Sparviero bei den Luftstreitkräften der RSI (Repubblica Sociale Italiana) an der Seite
Deutschlands weiter, während sie von der Co-Belligerent Air Force auf seiten der Alliierten nur noch als Transporter Verwendung fand.
Die wichtigsten Versionen:
SM.791 (Bomber);
SM.79 II (Torpedoflugzeug); 113 SM.79B (zweimotorige Exportversion; 16 in Lizenz in Rumänien gebaut); SM.79C (Transportversion für hochrangige Persönlichkeiten).
Die wichtigsten Abnehmerländer:
Italien, Brasilien, Irak, Jugoslawien, Rumänien.
|
|
TECHNISCHE DATEN:
Typ: SM.79 I Art: Bombenflugzeug Triebwerk: drei luftgekühlte Neunzylinder-Sterntriebwerke Alfa Romeo AR. 126 RC-34 mit je 552 kW Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 430 km/h in 4 000 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 7 000 m; Reichweite 1 900 km Masse: höchstzulässige Abflugmasse 10 500 kg Abmessungen: Flügelspannweite 21,20 m;
Länge 15,60 m; Höhe 4,60 m; Flügelfläche 61,70 m2 Bewaffnung: drei 12,7-mm-Maschinengewehre; ein bis zwei 7,7-mm-Maschinengewehre; Kampfmittelzuladung 1 250 kg Besatzung: 6
|