Abfangjagdflugzeug SAI Ambrosini Sagittario II

sagittario_II

Die Sagittario II diente als Erprobungsträger für den leichten Abfangjäger Ariete, der in nur drei Exemplaren von der NATO
gekauft wurde.


Der Wiederaufstieg der italienischen Luftfahrtindustrie.

Nur unter Schwierigkeiten konnte Italien nach dem zweiten Weltkrieg an die Erfolge der blühenden italienischen Luftfahrtindustrie in den 30er Jahren wiederanknüpfen. Wichtige Hilfestellung leisteten dabei die großen NATO-Ausschreibungen für Militärtlugzeuge. Während große Firmen wie Fiat mit der G.80 ins Geschäft zu kommen suchten, stürzten sich auch kleinere Firmen wie die Societa Aeronautica ltaliana (SAI Ing. A. Ambrosini in das Abenteuer. 1952 beauftragte Ambrosini den
Flugzeugkonstrukteur Sergio Stefanutti. der schon während des Krieges erfolgreiche Leichtjäger entwickelt hatte, mit der Konstruktion eines leichten Strahljägers.

Das erste überschallschnelle Flugzeug aus Italien.

Stefanutti entschied sich wohlweislich für ein vorsichtiges, methodisches Vorgehen. Er übernahm den Rumpf der SAI Ambrosini S.7 Sette und versah ihn mit Pfeilfügeln. Das resultierende Versuchsmuster erhielt die Bezeichnung Super Sette. Anschließend wurde das Kolbentriebwerk Alfa Romeo 115 durch ein Turbome`ca-Strahl-triebwerk Marbore` ersetzt, was zur Sagittario 1 (Erstflug April 1953) führte. Auf dieser Grundlage baute Stefanutti den eigentlichen Erprobungsträger, der die Bezeichnung Sagittario II erhielt. Die Auslegung dieses einstrahligen Flugzeugs mit der unter dem Rumpf installierten Schubdüse erinnert an die Jakowlew Jak-23. Nach
der Fertigstellung im Februar 1956 startete die Sagittario II am 19. Mai 1956 zu ihrem Erstflug.
Sie war das erste italienische Flugzeug, das - im Bahnneigungsflug - die Schallmauer durchbrach.

Die wichtigsten Versionen: Sagittario 1, Sagittario II.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Italien.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ:Sagittario II
Art:Erprobungsträger
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Rolls-Royce Der-went 9 mit 16,0 kN
Leistungen:Höchstgeschwindigkeit 1 006 km/h;
Dienstgipfelhöhe 14 000 m
Masse:höchstzulässige Abflugmasse 3 293 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 7,50 m;
Länge: 8,50 m;
Höhe 2,02 m;
Flügelfläche 14,73 m2
Bewaffnung:keine
Besatzung:1
 

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