Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Ryan FR-1 ,,Fireball“

ryan_FR1_Fireball

Das Sterntriebwerk der FR-1 wurde für den Reiseflug und für Deckslandungen benutzt, konnte aber auch zur Steigerung der Flugleistungen dem Strahltriebwerk zugeschaltet werden.


Die konservative Haltung der US-Marine

Die US-Marine stieg nur sehr zögernd in das Zeitalter strahlgetriebener Trägerflugzeuge ein.
Vor der Aufnahme der Entwicklung des ersten Strahljägers McDonnell FH-1 Phantom im Jahr 1943 erarbeitete sie daher 1942 die Spezifikatio-
nen für einen Jagdbomber mit Kombinationsantrieb. Dieses Flugzeug sollte die Sicherheit des bewährten Kolbentriebwerks (am Bug) mit der
Leistungsfähigkeit des neuartigen Strahltriebwerks (am Heck) verbinden.

Erfolgreiche Erprobung

Mit der Entwicklung und dem Bau dreier Prototypen XFR-1 wurde die kleine Flugzeugfirma Ryan beauftragt. Beim Erstflug des Prototyps am
25. Juni 1944 - noch ohne Strahlantrieb, der erst zwei Monate später zugeschaltet wurde - lag bereits ein Auftrag über 100 Exemplare vor, der nach Abschluß der Flugerprobung auf 600 FR-1 erhöht wurde. Die ersten Exemplare wurden im März 1945 geliefert und kurz danach bei der Marinefliegerstaffel VF-66 in Dienst gestellt.

Von der Entwicklung überholt

Bis zur Kapitulation Japans wurden nur 66 FR-1 gebaut, ohne in die Kämpfe einzugreifen. Daraufhin wurde die weitere Produktion eingestellt, zumal inzwischen leistungsfähigere Entwürfe zur
Verfügung standen. Die FR-1 Fireball wurde umfangreichen Versuchsreihen unterzogen, um die Wirksamkeit des Strahlantriebs zu testen und Start und Landung auf Flugzeugträgern zu erpro-
ben. Einige Exemplare wurden auch als Schulflugzeuge benutzt. Im November 1946 flog eine umgebaute XF2R- 1 als fliegender Prüfstand für das Propellerturbinentriebwerk General Electric XT3 1 -GE-2. Die übrigen Exemplare wurden im Juni 1947 ausgemustert.

Die wichtigsten Versionen:
XFR-1 (Prototyp); FR-1; XF2R-1.

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: FR-1
Art: trägergestützter Jäger und Jagdbomber
Triebwerk : ein Iuftgekühltes Neunzylinder-Sterntriebwerk Wright R- 1820-72W Cyclone mit 993 kW
und ein Strahltriebwerk General Electric J3 1 -GE-2 mit 7,1 kN
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 685 km/h in 5 500 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 13 135 m;
Reichweite 2 600 km
Masse: Leermasse 3 590 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 5 290 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 12,19 m;
Länge 9,85 m;
Höhe 4,24 m;
Flügelfläche 25,55 m2
Bewaffnung: vier 12,7-mm-Maschinengewehre; 454 kg Bomben

Besatzung: 1