Schulflugzeug Rogozarski P-100

rogozarski p100

Dank ihres breitspurigen Fahrwerks war die P-100 am Boden sowie bei Start und Landung leicht beherrschbar.


Jugoslawische Anfänge -

Die 1924 in Belgrad gegründete Flugzeugfirma Prva Srpska Fabrika Aviona Zivojin Rogozarski begann mit dem Lizenzbau von Brandenburg-Schulflugzeugen, gründete aber sehr bald ein eigenes Entwurfsteam. Einer der ersten Entwürfe war das Fortgeschrittenschulflugzeug PVT, das im Jahr 1934 erstmals flog. Aus diesem Eindeker mit kreisförmigem Rumpfquerschnitt und einem äußerst robuste Fahrwerk ging etwas später dann die P-100 hervor.

Erste Verbesserungen -

Die P-100 wies gegenüber dem Ausgangsmuster einen höheren Metallanteil in der Zelle sowie eine Reihe aerodynamischer Verfeinerungen auf. Als Antrieb verwendete sie einen französischen Sternmotor Gnome-Rhöne K7 mit 313/321 kW, der von einer NACA-Verkleidung zur Senkung des Widerstands umgeben war. Der abgestrebte Eindecker war für die Schulung fortgeschrittener Piloten im Kunstflug und im Schießen bestimmt und wies deshalb auch ein Maschinengewehr mit Kamera auf.

Kriegsjahre -

Von der Rogozarski P-100 wurden bis 1941 insgesamt 27 Einheiten hergestellt. Dann kam die Produktion dieses gut steuerbaren und stabilen Flugzeugs nach dem Einmarsch der deutschen Truppen zum Stillstand.

Die wichtigsten Versionen P-100.

Die wichtigsten Abnehmerländer Jugoslawien.
 


——— TECHNISCHE DATEN
Typ: P-100
Art: Fortgeschrittenenschulflugzeug
Triebwerk: ein Sterntriebwerk Gnome-Rhöne K7 mit 313/321 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 252 km/h in Bodennähe (260 km/h in 700 m Höhe);
Mindestgeschwindigkeit 101 km/h
Masse: Leermasse 1 024 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 1326 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,2 m;
Länge 7,35 m;
Flügelfläche 20,56 m2
Bewaffnung: ein 7,7-mm-Maschinengewehr
Besatzung: 1
 

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