Abfangjagdflugzeug Panavia Tornado ADV

Abfangjagdflugzeug Panavia Tornado ADV

Diese Tornado ADV trägt das Kennzeichen der Operational Conversion Unit 229 und ist mit Luft-Luft-Flugkörpern bewaffnet. Daneben lassen sich aber auch Zusatzkraftstoffbehälter mitführen.

Eine Lücke bei der RAF.
Mit der Beteiligung am trilateralen Tomado-Programm verfügte Großbritannien noch nicht über ein Langstrecken-Abfangjagdflugzeug,
 um die Luftverteidigung der britischen Inseln und den Schutz der
 Nord- und Westflanken der Nato gewährleisten zu können.
Im Jahr 1969 wurde deshalb eine Studie zur Anpassung
der Tornado IDS an die Aufgabe der Luftraumverteidigung in
die Wege geleitet, der 1971 ein Pflichtenheft des Verteidigungsministeriums zur Entwicklung eines der Tornado IDS möglichst ähnlichen lnterzeptors folgte.

Von der IDS zur ADV.
Nach langem Hin und Her wurde am 4. März 1976 endlich grünes Licht für die Entwicklung der Panavia Tornado ADV (Air Defense Variant)
gegeben. Die RAF bestellte 165 Exemplare, von denen die ersten 18 die Bezeichnung F.2 erhielten, während die übrigen aufgrund
eines unterschiedlichen Triebwerks als F.3 geführt werden.
Aufgrund der Vorgabe von 1971 weist die ADV nahezu die
 gleiche Struktur auf wie die IDS.

Ein hochleistungsfähiges Radar.
Auch wenn mehrere Tornado ADV zu Beginn der Serienfertigung
noch ohne Radargerät geliefert wurden, sind heute sämtliche
Flugzeuge mit diesem für die Ahfangjagd unerläßlichen
 Bordsystem ausgerüstet, in diesem Fall mit dem
Dopplerpulsradar AI-24 Foxhunter, das mehrere
 Betriebsarten aufweist. Mit diesem System lassen sich zahlreiche,
über 185 km voneinander entfernte Ziele gleichzeitig orten
 und verfolgen.

Die wichtigsten Versionen:
F.2; F.2A (mit RB.199 Mk 103) und F.3 (mit RBb.199 Mk 104).

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Großbritannien, Saudi-Arabien.
 

TECHNISCHE DATEN:

Typ:Tomado F.2A
Art: allwetterfähiges Langstrecken-Abfangjagd-flugzeug
Triebwerk: zwei ZTL-Nachbrennertriebwerke
Turbo-Union RB. 199-34R Mk 103 mit je 75,27 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 2335 km/h;
Einsatzradius 1850 km
Masse: Leermasse 14500 kg; höchstzulässige Abflugmasse 27985 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,60 bis 13,91 m;
Länge 18,08 m; Höhe 5,95 m
Bewaffnung: eine 27-mm-Maschinenkanone IWKA-Mauser;
 vier Luft-Luft-Flugkörper BAe Sky Flash; ein oder zwei Luft-Luft-Flugkörper Sidewinder

Besatzung:2
 

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