Heereshubschrauber Hughes OH-6 "Cayuse"

Die japanischen OH-6D Cayuse tragen einen dreifarbigen Tarnanstrich.


Der LOH-Wettbewerb -

1960 schrieb das US-Heer einen leichten Mehrzweckhubschrauber für Aufklärungs-, Beobachtungs-, Feuerleitungs-, Verbindungs- und Transportaufgaben aus, an dem sich zwölf US-Firmen beteiligten. Ein Jahr später konnte Hughes diesen LOH-Wettbewerb (Light Observation Helicopter) mit dem Model 369 für sich entscheiden, das den Spitznamen "Fliegendes Ei" erhielt. Der ursprünglich auf 4 000 Exemplare geschätzte Bedarf mußte allerdings aus Kostengründen nach unten korrigiert werden. Der Hersteller Hughes Helicopters gehört seit 1984 zur McDonnell Douglas Corporation.

23 Weltrekorde -

Am 27. Februar 1963 flog der erste der fünf Prototypen. Das wartungsarme Flexrotorsystem besitzt weder Schwenk- noch Schlaggelenke. Der in Schalenbauweise ausgelegte Leichtmetallrumpf bietet den Insassen trotz der großzügigen Verglasung auch bei einem harten Aufsetzen guten Schutz. An dem stark verjüngten Leitwerksträger sind ein Schmetterlingsleitwerk und ein Zweiblatt-Heckrotor asymmetrisch angeordnet. Der Hubschrauber besitzt eine umfangreiche Avionikausstattung, kann mit mehreren Rüstsätzen bestückt werden und vier voll ausgerüstete Soldaten transportieren. Im März und April 1966 stellte die Cayuse 23 Weltrekorde auf.

Eine japanische Cayuse -

Nach 29 OH-6A haben die japanischen Landstreitkräfte 100 OH-6D bestellt, von denen 89 bis Ende März 1989 von Kawasaki in Lizenz gebaut worden waren. Die japanischen Seestreitkräfte haben die OH-6D als Schulhubschrauber eingeführt, um die vorhandenen Bell 47G-2A abzulösen.

Die wichtigsten Versionen
OH-6 A (1 434 Exemplare),
OH-6C (Experimentalversion),
OH-6D.

Die wichtigsten Abnehmerländer USA, Brasilien, Japan.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: OH-6A
Art: leichter Mehrzweckhubschrauber
Triebwerk: ein Turbinentriebwerk Allison T63-A-5 A mit 295 kW (gedrosselt auf 185 kW)
Leistungen:  Höchstgeschwindigkeit 231 km/h;
Reichweite 665 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 1 255 kg
Abmessungen: Hauptrotordurchmesser 8,03 m;
Länge 9,24 m;
Rumpflänge 7,00 m;
Höhe 2,53 m
Bewaffnung: ein 7,62-mm-Maschinengewehr oder ein Granatwerfer
Besatzung: 2
 

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