Heereshubschrauber Bell AH-1W "SuperCobra"

Mit ihrem dreifarbigen Tarnanstrich scheint diese AH-1W SuperCobra des US-Marinekorps mit der Landschaft zu verschmelzen.


Eine lange Ahnenreihe -

Die umfangreiche Serie der AH-1-Hubschrauber begann im März 1965, als Bell auf eigene Kosten den Kampfhubschrauber Model 219 aus der UH-1 Iroquois entwickelte. Die erste Serienversion war die AH-1 Huey Cobra. Inzwischen sind weit über 1 800 Exemplare der verschiedensten Versionen Huey Cobra, Sea Cobra, King Cobra und Improved Sea Cobra gebaut worden. Heer und Marinekorps der USA haben diesen Hubschrauber intensiv im Vietnamkrieg eingesetzt.

Das Erprobungsprogramm -

1980 nahm Bell die Flugerprobung einer AH-1T mit zwei General-Electric-Triebwerken T700-GE-700 mit zusammen 2386 kW auf. Am 16. November 1983 folgte eine seriennahe AH-1T+ mit zwei Triebwerken T700-GE-401. Zwischen März 1986 und August 1988 erhielt das US-Marinekorps 44 Serienhubschrauber mit der Bezeichnung AH-1W SuperCobra. Im August 1988 wurden 40 weitere Exemplare bestellt. Außerdem will das US-Marinekorps seine 39 AH-1T auf den Stand AH-1W nachrüsten. Der erste von AH-1T auf AH-1W umgerüstete Hubschrauber erhielt einen gelenklosen Experimentalrotor von Bell und flog am 24. Januar 1989 als AH-1B W.

Die SuperCobra -

Die AH-1W ist ein Kampfhubschrauber mit den Aufgaben Panzerabwehr, Geleitschutz für Truppentransporthubschrauber, Feuerunterstützung der Bodentruppen, Aufklärung und Zielzuweisung. Israel Aircraft Industries entwickelt ein Nachtsicht- und -zielsystem CLNAS (Cobra Laser Night
Attack System) für die AH-1W des US-Marinekorps und die AH-1S HueyCobra der israelischen Streitkräfte.

Die wichtigsten Versionen AH-1W SuperCobra.

Die wichtigsten Abnehmerländer USA.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: AH-1W
Art: Kampf- und Kampfunterstützungshubschrauber
Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke General Electric T700-GE-401 mit je 1 260 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 282 km/h in Meereshöhe;
Dienstgipfelhöhe mehr als 4 270 m;
Schwebeflughöhe 4 495 innerhalb des Bodeneffekts;
Reichweite 635 km
Masse: Leermasse 4 627 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 6 690 kg
Abmessungen: Hauptrotordurchmesser 14,63 m;
Länge über alles 17,68 m;
Höhe 4,32 m;
Hauptrotorkreisfläche 168,11 m2
Bewaffnung: eine dreirohrige 30-mm-Maschinenkanone M197; Kampfmittelzuladung 1119kg: Luft-Boden-Raketen, acht Panzerabwehrflugkörper (drahtgelenkte TOW oder laserzielsuchende Hellfire), MG-Behälter Minigun, FAE-Bomben (Fuel-Air Explosive), Luft-Luft-Flugkörper Sidewinder
Besatzung: 2
 

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