Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Soko P-2 "Kraguj"

soko_p2_kraguj

Die kleine und elegante P-2 Kraguj ist aufgrund ihrer Einfachheit und Robustheit besonders für die Bekämpfung von Aufständischen geeignet.


Ein Flugzeug zur Guerillabekämpfung

Zahlreiche kleinere Luftstreitkräfte benutzten nach dem zweiten Weltkrieg umgebaute veraltete Jagdeinsitzer für die Guerillabekämpfung. Mitte der 60er Jahre entschloß sich die jugoslawische Luftwaffe jedoch zur Einführung eines von Anfang an für diese Aufgabe konzipierten leichten Kampfflugzeugs und beauftragte die Firma SOKO in Mostar mit der Entwicklung. Der Prototyp startete 1966 zu seinem Erstflug.

Einfache Fertigung und Wartung

Die resultierende P-2 war ein leichter Tiefdecker in Ganzmetallbauweise. Besonderer Wert wurde auf eine fertigungs- und wartungsfreundliche Auslegung der Zelle und der Bordsysteme gelegt. Die ersten der insgesamt rund 30 gebauten Exemplare liefen der jugoslawischen Luftwaffe 1968 zu.

Eine eindrucksvolle Bewaffnung

Trotz aller Einfachheit, die sich vor allem in der spartanischen Cockpitausrüstung zeigt, besitzt die P-2 eine nicht zu unterschätzende Kampfkraft. Neben je einem Maschinengewehr in beiden Tragflügeln verfügt das Flugzeug vor allem über sechs Unterflügellastträger; zwei davon können Bomben bis 100 kg tragen. Ein Großteil der Kampfmittel besteht jedoch aus Luft-Boden-Raketen.

Die wichtigsten Versionen: P-2.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Jugoslawien.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: P-2
Art: leichtes Kampfflugzeug
Triebwerk: ein luftgekühltes Sechszylinder-Boxer-triebwerk Textron Lycoming GSO-480-B1A6 mit 250 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 295 km/h;
Reichweite 800 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse l 625 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,64 m;
Länge 7,93 m;
Flügelfläche 17 m2 Bewaffnung: zwei 7,7-mm-Maschinengewehre; Kampfmittelzuladung ca. 400 kg (Bomben, Streubomben, Luft-Boden-Raketen) an sechs Außenlastträgern

Besatzung: l
 

ag_back