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Bahnbrechende Entwicklungsarbeiten 1957 nahm Hawker auf eigene Kosten die Entwicklung eines senkrechtstartfähigen Kampfflugzeugs auf. Trotz des mangelnden
Interesses der britischen Luftwaffe erhielt Hawker 1959 den Auftrag zum Bau zweier Erprobungsmuster. Am 21. Oktober 1960 begann die Flugerprobung; am 19. November 1960 erfolgte der erste Senkrechtstart in einige
Zentimeter Höhe. Zapfluft aus dem Hochdruckverdichter des ZTL-Strahltriebwerks Bristol Pegasus wurde Steuerdüsen am Bug, am Heck und an den Flügelspitzen zugeleitet und ermöglichte die Fluglagesteuerung. Der
Auf- und Vortrieb wird durch vier schwenkbare Schubdüsen erzeugt; die vorderen werden durch Kaltluft aus dem Mantelstrom, die hinteren durch die Verbrennungsgase aus dem Primärstrom beaufschlagt.
Ein internationales Erprobungsprogramm
Insgesamt wurden bis 1962 sechs Prototypen getestet. Im gleichen Jahr wurden neun verbesserte Prototypen mit der Bezeichnung Kestrel bestellt, deren erster am 7. März
1964 flog. Am 15. Oktober des gleichen Jahres begann die eingehende technische und taktische Erprobung in einer Erprobungsstaffel aus amerikanischen, britischen und deutschen Piloten. Danach zog sich die
Bundesrepublik aus dem Programm zurück.
Das erste einsatzfähige VTOL-Kampfflugzeug
Die USA kauften sechs Kestrel und setzten die Flugversuche fort. Die britische Luftwaffe beschloß, das Programm allein
fortzuführen, und gab eine endgültige Vorserienversion in Auftrag, die nach nur neunmonatigen Vorarbeiten am 31. August 1966 erstmals unter der Bezeichnung Harrier flog.
Die wichtigsten Versionen: P.1127, Kestrel.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Großbritannien; USA und Bundesrepublik Deutschland nur versuchsweise.
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TECHNISCHE DATEN: Typ:P.1127 Art:experimentelles VTOL-Flugzeug Triebwerk: ein ZTL-Schubvektortriebwerk Bristol Siddeley Pegasus 1 mit 53,4 kN Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit Mach 0,97 in 11 000 m Höhe; Steiggeschwindigeit über 6 000 m/min in Meereshöhe Masse:höchstzulässige Abflugmasse 7 711 kg Abmessungen:Flügelspannweite 6,98 m; Länge 12,95 m
Bewaffnung: keine (mögliche Kampfmittelzuladung der Serienversion: 2 270 kg)
Besatzung: 1
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