Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Israel Aircraft Industries Nesher

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Eine Dagger der argentinischen Luftwaffe; dieses Flugzeug kam während des Falklandkriegs zum Einsatz.


Auf dem Weg zur Unabhängigkeit

Im Anschluß an den Sechstagekrieg von 1967 belegte Frankreich die Lieferung von Dassault Mirage 5J an Israel mit einem Embargo. Angesichts der feindseligen Einstellung seiner arabischen Nachbarn entschloß sich der israelische Staat daher zur Eigenproduktion von Kampfflugzeugen, und Israel Aircraft Industries (IAI) nahm unverzüglich und ohne Lizenzrechte die Entwicklung eines Flugzeugs auf, bei dem es sich mehr oder weniger um eine Kopie des Dassault-Jägers Mirage III-CJ handelte.

Erfolgreicher Start

Das Flugzeug erhielt die Bezeichnung IAI Nesher und nahm 1971 die Flugerprobung auf. Es war mit einem in Frankreich gebauten Strahltriebwerk Atar 09C ausgerüstet, von dem Israel nicht wenige auf Lager hatte. Im Oktober 1973 wurde das Flugzeug bei der Heyl Ha'Avir in Dienst gestellt und kam gerade rechtzeitig für den Yom-Kippur-Krieg. Bis zur Einführung des neuen Jägers Kfir verließen etwa hundert Exemplare die Montage, die daraufhin angehalten wurde.

Einsatz im Falklandkrieg

Argentinien mußte 1978 die Pläne zum Kauf von 80 Mirage III aus finanziellen Gründen aufgeben und beschaffte stattdessen 26 Nesher, die als Dagger eingeführt wurden. Diese Flugzeuge bildeten zur Zeit des Falklandkriegs eine Hauptstütze der Fuerza Aera Argentina und sorgten für den Schutz der Jagdbomber A-4 Skyhawk im Kampf gegen die britischen Streitkräfte. Dabei gingen allerdings auch elf Nesher verloren.

Die wichtigsten Versionen:
Nesher (praktisch ein Nachbau der Mirage III-CJ);
Dagger (argentinische Bezeichnung der Nesher);
F-21A (US-Marine und -Marinekorps).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Israel, Argentinien.
 


——— TECHNISCHE DATEN ——
Typ: Nesher
Art: Mehrzweckkampfflugzeug
Triebwerk: ein Nachbrennerstrahltriebwerk SNEC-MA Atar 09C mit 60,80 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit entsprechend Mach 2,2; Dienstgipfelhöhe 17 000 m;
Einsatzradius l 200 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 13 500 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,22 m;
Länge 15,03 m;
Höhe 4,50 m
 
Besatzung: l
 

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