Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Morane-Saulnier MS-1500 "Epervier"

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Sowohl die französische Luftwaffe wie die französischen Heeresflieger zeigten sich an der MS-1500 mit ihren hervorragenden Flugeigenschaften interessiert.


Ein Flugzeug für den Krieg in Algerien

Im Mai 1956 gab die französische Luftwaffe ihre Forderung nach einem leichten taktischen Aufklärungs- und Kampfflugzeug bekannt, das gegen die algerischen Aufständischen eingesetzt werden sollte. Morane-Saulnier griff ihren Entwurf MS-775 aus dem Jahr 1954 für ein leichtes Luftnahunterstützungs- und Beobachtungsflugzeug wieder auf und wandelte ihn den neuen Forderungen entsprechend ab. Die französische Regierung bestellte zwei Prototypen der resultierenden MS-1500 Epervier ("Sperber").

Eine zweifelhafte Ästhetik

Die beiden Prototypen flogen am 12. Mai 1958 bzw. am 23. Oktober 1959. Die Flugerprobung der Nr. 01 wurde mit einem Turbomeca- Triebwerk Marcadau aufgenommen, das jedoch im Oktober 1958 durch ein Turbomeca-Triebwerk Bastan ersetzt wurde. Dieses Triebwerk wurde besonders niedrig installiert, um die Sicht nach vorn zu verbessern, was das etwas merkwürdige Aussehen des Flugzeugs erklärt. Der Pilot saß erhöht hinter dem Beobachter und Bordschützen.

Kein Geld vom Staat

Obwohl die Flugerprobung überzeugend verlief - allein der erste Prototyp absolvierte in sechs Monaten 124 Testflüge - standen keine ausreichenden Haushaltsmittel für eine Serienfertigung zur Verfügung. Es half auch nichts, daß Morane-Saulnier mehrere leistungsfähigere Varianten -darunter auch die zweimotorige MS-1530 - anbot. Daraufhin wurden die beiden Prototypen von Turbomeca übernommen und viele Jahre lang als fliegende Erprobungsträger verwendet.

Die wichtigsten Versionen: MS-1500.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: MS-1500
Art: leichtes Kampf- und Aufklärungsflugzeug (Prototyp)
Triebwerk: ein Propellerturbinentriebwerk Turbomeca Bastan III mit 552 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 348 km/h;
Reichweite l 350 km
Masse: Leermasse l 750 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 2 750 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 13,06 m;
Länge 10,58 m;
Höhe 3,33 m;
Flügelfläche 24,30 m2
Bewaffnung: keine Bordwaffen; zwei 20-mm-Maschinenkanonen oder vier 7,5-mm-Maschinengewehre oder zwei 120-kg-Bomben oder
vier 37/68-mm-Raketen unter den Tragflügeln

Besatzung: 2
 

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