Mittlere Bombenflugzeuge Mitsubishi Ki-21 ("Sally")

Den chinesischen Kampfflugzeugen 1938 noch weit überlegen, mußte sich die Ki-21 ihrerseits 1942 den US-Jagdflugzeugen beugen.


Japans Dilemma -

Am 15. Februar 1936 veröffentlichte das japanische Verteidigungsministerium die Spezifikation für einen zweimotorigen Langstreckenbomber, der den harten Einsatzbedingungen in der Mandschurei und in Sibirien angepaßt ist. Die von den Mitsubishi-Ingenieuren Ozawa und Nakata nach diesen Vorgaben entworfene Ki-21 absolvierte am 18.Dezember 1936 ihren ersten Flug und wurde dann der Ki-19 von Nakajima gegenübergestellt. Es dauerte einige Zeit, bis sich die japanischen Behörden im November 1937 für die Ki-24 entscheiden konnten. Während dieses Zeitraums hat sich das Flugzeug ziemlich verändert. Der eckige Bug ist einem Kegel gewichen und der Maschinengewehrturm einem langgestreckten Cockpitdach.

Ein rasch veraltetes Flugzeug -

Im Juli 1937 begann der sich lang hinziehende chinesisch-japanische Krieg. Die Produktion der Ki-21 wurde daher beschleunigt und teilweise sogar in Lizenz an Nakajima vergeben. Im Frühjahr 1938 trat dann die Ki-21 beim 60. Sentai den Dienst an und wurde noch vor Jahresende nach China verlegt. Rasch bewährte sich das Flugzeug und bildete das Rückgrat der kaiserlichen Truppen, um u.a. bei den Nomohan-Zwischenfällen eine aktive Rolle zu spielen. Trotz zahlreicher Verbesserungen war das später von den Amerikanern Sally getaufte Flugzeug aber schon im Dezember 1941 veraltet und erlitt bei den Kampfhandlungen im Pazifik schwere Verluste. Da sich der Nachfolger Ki-49 als Fehlschlag erwies, mußte Sally bis zur Ablösung durch die Ki-67 im Jahr 1944 durchhalten.

Die wichtigsten Versionen -

Ki-21 I Ko (erste Serienausführung);
Ki-21 I Otsu (mit verstärkter Defensivbewaffnung und vergrößertem Höhenleitwerk);
Ki-21 II Otsu (Version mit größerer Reichweite).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Japan.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Ki-21 I Ko
Art: Langstreckenbomber
Triebwerk: zwei Kolbentriebwerke Nakajima Ha 5 Kai mit je 708 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 432 km/h;
Dienstgipfelhöhe 8 600 m;
Einsatzradius 1 500 km
Masse:
Leermasse 5 105 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 8 412kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 22,50 m;
Länge 16,50 m;
Höhe 4,35 m;
Flügelfläche 69,60 m2
Bewaffnung:
drei 7,7-mm-Maschinengewehre und 100 kg Bomben
 

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