Abfangjagdflugzeug Dassault Mirage III V.

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Die Balzac V im Schwebeflug kurz nach Beginn der Erprobung
im Oktober 1962.


Frankreichs Senkrechtstarter.

Gleich anderen Luftfahrtnationen beschloß auch Frankreich zu Beginn der sechziger Jahre, ein senkrecht startendes und landendes Kampfflugzeug (VTOL) zu entwickeln. Dassault wurde im Februar 1961 von der Regierung beauftragt, ein ExperimentaIflugzeug zu konstruieren, das die Firma schließlich mit Hubtriebwerken von Rolls-Royce und einem normalen Strahltriebwerk Orpheus von Bristol Siddeley ausrüstete. An diesem Projekt waren die drei wichtigsten französischen Luftfahrtfirmen beteiligt, wobei die
Federführung sowie die Konstruktion von Trag- und Leitwerk bei Dassault lagen, während Sud-Aviation für den Rumpf und SNECMA für die Strahlsteueranlage sorgten.

Eine kunstvolle Bastelei.

Als Grundlage benutzte man die Zelle der Mirage III 001 Balzac, deren Rumpf stark modifiziert wurde. Sie nahm die Versuche am 18. Oktober 1962 unter der Bezeichnung Balzac V auf und führte am 29. März ihren ersten Flug mit Vertikalstart durch. Bei einem Unfall am 8. September 1965 wurde sie zerstört. Dassault hatte indessen schon mit dem Bau der größeren Mirage III V begonnen, die auf dem neuen Hubtriebwerk RB.162 von Rolls-Royce beruhte. Angetrieben von einem Pratt & Whitney TF3O flog dieses Muster am 22. Juni 1966 zum ersten Mal und erreichte am 12. September Mach 2,04. Die französische Luftwaffe hatte inzwischen ihr Interesse an einem VTOL-Kampfflugzeug verloren, und als die Mirage III V am 28. November 1966 in Istres abstürzte, nahm sie die Gelegenheit wahr, das Programm abzublasen.

Die wichtigsten Versionen:

Balzac V (Experimentalausführung); Mirage III V(Vorserienflugzeug).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Mirage III V
Art: VTOL-Kampfflugzeug
Triebwerk: acht Hubtriebwerke Rolls-Royce RB.162 mit je 15,69 kN und ein Strahltriebwerk Pratt & Whitney TF30 mit 90,22 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 2,04
Masse: Leermasse 10000 kg;
höchstzulässige Abflugmasse: 13400 kg
Ahmessungen: Flügelspannweite 9,72 m;
Länge 18 m;
Höhe 5,55 m
Bewaffnung: nur geplant
Besatzung:1
 

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