|
Abfangjagdflugzeug Dassault-Breguet Mirage F-1C
|
|
 |
|
Eine F1-C mit Luft-Luft-Fk Matra Magic an den Flügelspitzenstationen über dem Tschad.
|
|
Fl statt F2.
Als bei der französischen Luftwaffe die Entscheidung über einen Nachfolger für die Baureihe Mirage III anstand, konnte sich die einstrahlige Mirage
Fl gegen den eindrucksvolleren Entwurf F2 durchsetzen. Der Prototyp der Fl startete am 23. Dezember 1966 zu seinem Erstflug. Obwohl er bei einem Unfall zerstört wurde, hatte er bereits die große Leistungsfähigkeit
und - durch den Verzicht auf den bisher Mirage-typischen Deltaflügel - hohe Wendigkeit dieses Musters nachgewiesen.
Bei der französischen Luftwaffe.
Das erste Serienflugzeug der einsitzigen
Kampfversion FI-C flog am 15. Februar 1973. Gegen Jahresende war das Jagdgeschwader 30 in Reims mit diesem neuen Abfangjäger ausgerüstet. Inzwischen sind Mirage Fl-C der Jagdgeschwader in Reims, Orange, Creil und
Cambrai durch Einbau einer nur 8 cm langen Rumpfsektion zur Aufnahme eines einziehbaren Luftbetankungsstutzens mit dem Konstruktionsstand FI-C-200 geliefert oder auf diesen nachgerüstet worden. Einige F1-C sollen
als F1-T auf die Bekämpfung von Bodenzielen umgebaut werden.
Eine vielseitige Flugzeugfamilie.
Neben dem einsitzigen Allwetterjäger FI-C, der auch Bodenziele nach Sicht bekämpfen kann, gibt es die
zweisitzige FI-B (Erstflug 26. Mai 1976) und die Exportversion F1-E als Luftüberlegenheitsjäger, Jagdbomber und Aufklärer, die auch in einer zweisitzigen Ausführung als F1-ID geliefert wird.
Die französische Luftwaffe hat zudem den Tag-/Nachtaufklärer F1-R (F1-CR) eingeführt. Bis Anfang 1989 wurden insgesamt 730 Mirage Fl bestellt und 699 geliefert; davon gingen 479 in den Export.
Die wichtigsten Versionen: F-IC, F1-C-200, F1-CR, F1-CR-200.
Die wichtigsten Abnehmerländer:
Frankreich (4 Prototypen, 81 F1-C, 81 FI-C-200, 64 F1-CR-200), Spanien (45 F1-CE),
Griechenland (40 F1-CG), Marokko (30 F1-CH), Südafrika (16 FI-CZ).
|
|
TECHNISCHE DATEN:
Typ:F-1C-200 Art:Jäger und Jagdbomber Triebwerk: ein Strahltriebwerk SNECMA Atar 9K50 mit 70,6 kN Nachbrennerschub
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 2,2 in großer Höhe; Dienstgipfelhöhe 20 000 m; Reichweite 1 390 km Masse: Leermasse 7 400 kg; höchstzutässige Abflugmasse 16 200 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,40 m (9,32 m einschließlich Luft-Luft-Fk Magic an den Flügelspitzen); Länge 1 5,30 m; Höhe 4,50 m; Flügelfläche 25,00 m2
Bewaffnung: zwei 30-mm-Maschinenkanonen DEFA-553; Kampfmittelzuladung 6300kg (14x250-kg-Bomben, Luft-Luft-Fk Matra 550 Magic, Matra Super 530 oder AIM-9 Sidewinder, Antiradar-Fk ARMAT, Seeziel-Fk AM39 Exucet,
Laserlenkbomben, Luft-Boden-Fk, Luft-Boden-Raketen u.a.) an fünf Außenstationen
Besatzung: 1
|
|