Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Dassault-Breguet Mirage 50

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Der Prototyp der Mirage 50 mit zweifarbigem Tarnanstrich.


Ein neues Triebwerk

Die Mirage 50 entstand aus den wohlbekannten Mirage III und Mirage 5 durch Einbau des leistungsstärkeren Nachbrennertriebwerks SNEC-MA Atar 9K50, das ursprünglich für die Mirage Fl und G4 entwickelt worden war. Gleichzeitig beschloß Avions Marcel Dassault-Breguet Aviation (AMD-BA), die Avionik zu modernisieren. Der Prototyp der Mirage 50 flog erstmals am 15. April 1979 und wurde kurz danach auf der Luftfahrtschau in Paris Le Bourget vorgeführt.

Steigerung des Kampfwerts

Die Mirage 50 ist äußerlich fast völlig mit ihren Vorgängermustern identisch, aber für ein breiteres Einsatzspektrum vom Luftkampf mit Bordwaffen und Flugkörpern über Abfangaufgaben im Überschallflug bis zur Luftüberwachung und zur Bekämpfung von Bodenzielen ausgelegt. Sie kann alle Avioniksysteme und Kampfmittel der Mirage HI/5 mitführen sowie zusätzlich ein Mehrfunktionsradar Agave (für den Einsatz des Luft-Luft-Fk Matra Magie) oder Cyrano IVM (für den Luft-Luft-Fk Matra R530), ein trägheitsgestütztes Navigations- und Einsatzführungssystem und ein Blickfeldsichtgerät.

Und erneute Modernisierung

Dassault rüstet zur Zeit alte Mirage III und Mirage 5 mehrerer Luftstreitkräfte auf den Stand Mirage 50 um. Mit technischer Unterstützung durch Israel Aircraft Industries (IAI) modernisiert die chilenische Firma ENAER die 16 Mirage 50CN der chilenischen Luftwaffe durch Einbau von Entenflächen, Trägheitsnavigations-system und rechnergestütztem Blickfeldsichtgerät, Radarwarnempfänger und Täuschkörper-Ausstoßgerät.

Die wichtigsten Versionen: Mirage 50.

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Chile (16),
Venezuela (12 bestellt).
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: Mirage 50
Art: Mehrzweck-Kampfflugzeug
Triebwerk: zwei Strahltriebwerke SNECMA Atar 9K50 mit je 70,6 kN Nachbrennerschub
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 2,2 in großer Höhe; Dienstgipfelhöhe 18 000 m bei Mach 2;
Einsatzradius 630 km im Tiefflug
Masse: Leermasse 7 150 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 13 700 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,22 m;
Länge 15,56 m;
Höhe 4,50 m;
Flügelfläche 35,00 m2
Bewaffnung:  zwei 30-mm-Maschinenkanonen DEFA-552A; Kampfmittelzuladung 4 000 kg freifallende und gebremste Bomben, Luft-Luft- und Luft-Boden-Flugkörper, Luft-Boden-Raketen u.a.

Besatzung: l oder 2
 

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