Schulflugzeug Dassault-Breguet Mirage III-B

dassault breguet mirage 3b

Mit einer Mirage III-B entwickelten die Techniker des CEV und des Herstellers Dassault-Breguet das Elek-trosteuerwerk der heutigen Mirage 2000.


Ein Delta für zwei -

Kurz nachdem die Flugversuche mit der Mirage III-A begonnen hatten, stellte man fest, daß dieser Neuentwurf von Dassault gegenüber seinen Vorgängern gänzlich anders war. Es wurde daher beschlossen, für die Umschulung der Piloten auf den Deltaflügler eine zweisitzige Version zu entwickeln. Dazu benutzt man die Zelle einer Mirage Ill-A, die nach dem Umbau die Bezeichnung Mirage III-B erhielt und am 21. Oktober 1959 die Flugerprobung aufnahm. Die im Vergleich zur Version C um 58 cm längere B-Ausführung bietet Schüler und Lehrer unter einer einzigen großen Haube in Tandemsitzen Platz. Da die Rumpfverlängerung aber nicht ausreichte, mußte auf den normalerweise hinter dem Piloten untergebrachten Elektronikstauraum verzichtet werden.

Im Schatten der Mirage IIIC -

Die aus Platzgründen in den Rumpfbug verlegte Elektronikausrüstung nahm dort den Radareinbauraum in Anspruch, so daß sich der Einsatz der Mirage III-B auf Schulung und leichte Erdkampfunterstützung beschränkte. Die erste Serienausführung der B-Version flog am 19. Juli 1962. Als absolut notwendiges Hilfsmittel zur Einweisung von Piloten auf die Mirage III-C wurde der Zweisitzer auch im Export angeboten und von den Einsitzerkunden gekauft. Neben der französischen Luftwaffe setzten daher auch zahlreiche andere Luftstreitkräfte das Flugzeug ein.

Die wichtigsten Versionen
Mirage III-B
(wichtigste Ausführung, im Export mit den Bezeichnungen BJ, BZ, BS, BL);
Mirage III-B1 (für das französische Flugversuchszentrum CEV bestimmt);
Mirage 1II-B2 (mit Flugbetankungsrohrattrappe für das Training der Kraftstoffübernahme im Flug).

Die wichtigsten Abnehmerländer
Frankreich, Israel, Libanon, Schweiz und verschiedene Länder Südamerikas.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: Mirage III-B
Art: Schulflugzeug
Triebwerk: ein Strahltriebwerk SNECMA Atar 9B mit 58,84 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 1910 km/h;
Dienstgipfelhöhe 17 375 m;
Einsatzradius 250 km
Masse: Leermasse 6 270 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 12 000 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,22 m;
Länge 15,40 m;
Höhe 4,25 m;
Flügelfläche 34,85 m2
Bewaffnung: zwei 30-mm-Maschinenkanonen und Außenlasten möglich
Besatzung: 2
 

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