Schulflugzeug Mikojan-Gurjewitsch MIG-29UB ("Fulcrum-B")

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1989 demonstrierte die MIG-29UB auf der Luftfahrtschau in Paris Le Bourget ihre beeindruckenden Flugeigenschaften.


Ein bewaffneter Kampftrainer -

Seit 1985 wird eine zweisitzige Schulversion des sowjetischen Luftüberlegenheitsjägers MiG-29 (NATO-Kodebezeichnung: Fulcrum) produziert, die als MIG-29UB ("Fulcrum-B") bezeichnet wird. Sie dient speziell zur Ausbildung und Umschulung von MiG-29-Piloten und ist an die meisten Luftstreitkräfte mit MiG-29 geliefert worden.

Ein beeindruckender Gegner ...

Mit Ausnahme des Waffenleitradars im Bug, das durch ein einfacheres Entfernungsmeßradar ersetzt wurde, verfügt die MiG-29UB über die gesamte beeindruckende Bewaffnung und Kampfkraft der MiG-29, so daß sie im Ernstfall an vorderster Front eingesetzt werden kann. Die Auslegung der MiG-29 erinnert verblüffend genau an die größere Suchoi Su-27 ("Flanker"), was darauf hindeutet, daß das zentrale Luftfahrtforschungsinstitut ZAGI der Sowjetunion eine federführende Rolle bei der Entwicklung der sowjetischen Kampfflugzeuge der neuen Generation übernommen hat.

... mit kleinen Schwächen

Der zusätzliche Pilotensitz vor dem bisherigen Cockpit verbessert die mangelhafte Rundumsicht der bisherigen Fulcrum-A und -C nicht gerade, während die westlichen F-15 oder F-16 über eine 360-Grad-Rundsichthaube verfügen. Das gleiche gilt für die weit nach vorn gezogenen Flügelwurzelverkleidungen. Statt der elektronischen Flugsteuerung moderner westlicher Muster verfügt die MiG-29 noch über ein hydraulisches
Steuersystem. Schließlich deutet nichts darauf hin, daß die Sowjetunion eine Luftbetankungsmöglichkeit plant.

Die wichtigsten Versionen
MiG-29 Fulcrum-A und Fulcrum-C (einsitzig);
Fulcrum-B (zweisitzig);
Baaz ("Adler") bei der indischen Luftwaffe.

Die wichtigsten Abnehmerländer
Sowjetunion, DDR, Indien, Irak, Nordkorea, Syrien.
 


——   TECHNISCHE DATEN ——
Typ: MIG-29UB
Art: Kampftrainer
Triebwerk: zwei ZTL-Strahltriebwerke Tumansky R-33D mit je 50 kN (Nachbrennerschub 81,4 kN)
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 2 440 km/h (1 300 km/h in Meereshöhe); Dienstgipfelhöhe 17 000 m;
Reichweite rund 2 100 km Masse:
Leermasse 8 175 kg;
Abflugmasse 18 000 kg (geschätzt)
Abmessungen: Flügelspannweite 11,36 m;
Länge 17,32 m;
Höhe 4,73 m;
Flügelfläche 35,20 m2
Bewaffnung: eine 30-mm-Maschinenkanone; sechs Luft-Luft-Flugkörper, Bomben und Luft-Boden-Raketen bis Kaliber 240 mm an sechs Unterflügelstationen
Besatzung: 2
 

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