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Völlige Neuorientierung.
Von den Erfahrungen im Koreakrieg ausgehend, rüstete die Sowjetunion ihre taktischen
Luftstreitkräfte ausschließlich mit leichten und einfachen Flugzeugen aus. Der Uberschalljäger MiG-21 beispielsweise konnte nur bei schönem Wetter eingesetzt werden. Als dann zu Beginn der sechziger Jahre bei den
westlichen Kampfflugzeugen ein erheblicher Leistungszuwachs eingetreten war, sah sich der Führungsstab der sowjetischen Frontfliegerkräfte gezwungen, seine Einstellung zu ändern. Er arbeitete die Spezifikationen
für einen alIwetterfähigen Überschalljäger aus, der zudem von Behelfspisten aus einsetzbar sein mußte. Da mit einer erheblichen Massenzunahme zu rechnen war, griffen die Kon- strukteure zu einem Tragwerk
variabler Geometrie (VG), um auf diesem Weg die Kurzstart- und -landeeigenschaften zu erzielen.
Eine Iangwierige Entwicklung.
Während sich die Amerikaner und Europäer mit ihren VG-Projekten
herumschlugen, wählte die Sowjetunion eine behutsamere Methode. Sie testete diese Technologie zunächst mit der Su1G und ließ dann vom MiG-Büro das Vorführmuster Ye-231 mit einem Ljulka Triebwerk A-7 anfertigen.
Offentlich wurde der Prototyp erst am 9. Juli 1967 vorgestellt, und es dauerte weitere vier Jahre, bis eine Versuchseinheit mit dem MiG-23S genannten Jäger ausgerüstet war. Das Einsatzmuster trug die Bezeichnung
MiG-23M und erhielt den Natokode Flogger-B. Es unterschied sich von der Ye-231 durch eine größere Flügeltiefe im schwenkbaren Außenteil, ein um 61 cm nach hinten verlegtes Höhenleitwerk und den Tumanski R-27 anstelle
des Ljulka AL-7, Die mit einem High Lark-Radar ausgestattete MiG 23M steht seit 1972 auch in anderen Ländern des Warschauer Pakts im Einsatz.
Die wichtigsten Versionen: MiG-23M.
Die wichtigsten Abnehmerländer: Sowjetunion, Deutsche Demokratische Republik, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn.
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TECHNISCHE DATEN:
Typ:MiG-23M Art:Abfangjäger Triebwerk: ein Strahltriebwerk Tumanski R-27 mit 68,65 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 2,3. Dienstgipfelhöhe 18 300 m; Einsatzradius 930 km Masse:höchstzulässige Abflugmasse 18 900 m Abmessungen:max. Flügelspannweite 8,30 m; Länge 18,20 m; Höhe 4,35 m
Bewaffnung: eine 23-mm-Maschinenkanone GSh 23, zwei radargelenkte Flugkörper R 27 und zwei IR-gelenkte Flugkörper R 60 Besatzung:1
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