Luftüberlegenheitsjagdflugzeug McDonnell F3H "Demon"

mcdonnell f3h demon

Für den Einsatz gegen die besten sowjetischen Jagdflugzeuge entworfen, nahm die Demon an keiner Kriegshandlung teil.


Eines der ehrgeizigsten Projekte -

Nachdem die US Navy 1947 mit der Einführung der McDonnell FD 1 Phantom die Umstellung ihrer bordgestützten Flugzeugflotte auf strahlgetriebene Typen in die Wege geleitet hatte, bestellte sie im September 1949 zwei Prototypen der XF3H-1 des gleichen Herstellers. Dieses Projekt war insofern äußerst anspruchsvoll, als das für Tageinsätze entworfene Hochleistungsmuster F3H Demon in der Lage sein sollte, es mit jedem Gegner aufzunehmen. Das mit einem gepfeilten Trag- und Leitwerk ausgestattete "reinrassige" Flugzeug hätte seine Aufgabe sicher erfüllen können, wäre die Entwicklung nicht durch zahlreiche Vorfälle beeinträchtigt worden.

Eine schwere Geburt -

Abgesehen davon, daß die Marine auch den Nacht-und Allwettereinsatz forderte, ergaben sich bei der Entwicklung des als Antrieb gewählten Westinghouse J40 gravierende Probleme. Der Prototyp der Demon konnte zwar im August 1951 getestet werden, doch dauerte es dann zwei Jahre, bis das erste Serienflugzeug am 24. Dezember 1953 an den Start rollte. Indessen waren die Kinderkrankheiten der Demon noch nicht ausgemerzt. Während der ersten Einsatzmonate ereigneten sich elf Unfälle, von denen zwei tödlich verliefen. Verursacht wurden sie durch das zu schwache Triebwerk, worauf man die Produktion einstellte und erst wieder aufnahm, als der zuverlässigere Allison J71 zur Verfügung stand. Bis 1959 wurden 519 Flugzeuge gefertigt. Zu spät für eine Teilnahme am Koreakrieg, nahm die F3H Demon den Staffeldienst 1956 auf und wurde dann nach der amerikanischen Intervention in Vietnam durch leistungsfähigere Typen ersetzt.

Die wichtigsten Versionen
F3H-2M (mit radargelenkten Flugkörpern Spar-row);
F3H-2 (endgültige Serienausführung).

Die wichtigsten Abnehmerländer USA.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: F3H-2
Art: trägergestiitzter Begleitjäger
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Allison J71-A-2E mit 43,15 kN Trocken- und 62,27 kN Nachbrenner-schub
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 1 040 km/h in 9 145 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 13 000 m;
Reichweite 2 205 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 15 377 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,77 m;
Länge 17,96 m;
Höhe 4,44 m;
Flügelfläche 48,22 m2
Bewaffnung:  vier   20-mm-Maschinenkanonen; 2 722   kg  Bomben   oder  Raketen;   Flugkörper Sparrow III
Besatzung: 1
 

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