Heereshubschrauber McDonnell Douglas AH-64A "Apache"

Mit ihrer hochmodernen Avionik- und Optronikausrüstung ist die waffenstarrende AH-64A der leistungsfähigste Kampfhubschrauber des US-Heeres.


Ein schwieriger Beginn -

Da Lockheed den ursprünglichen Siegerentwurf AH-56 Cheyenne für das AAH-Programm (Advanced Attack Helicopter) des US-Heeres nicht realisieren konnte, erfolgte 1972/73 eine neue Ausschreibung, die Hughes mit dem Model 77 (Erstflug des Prototyps YAH-64 am 30. September 1975) im Dezember 1976 für sich entscheiden konnte. Zahlreiche Änderungswünsche des Bedarfsträgers trieben die Kosten in die Höhe und verzögerten die Entwicklung, so daß die Serienproduktion erst im März 1982 anlaufen konnte. Anfang 1984 wurde Hughes Helicopters von der McDonnell Douglas Corporation übernommen und im August 1985 in McDonnell Douglas Helicopter Company umbenannt.

Ein eindrucksvoller Kampfhubschrauber -

Neben ihrer leistungsfähigen Bewaffnung (unter anderem mit lasergelenkten Panzerabwehrflugkörpern Hellfire) besitzt die Apache ein hochentwickeltes Nachtsicht- und -zielsystem PNVS/ TADS (Pilot Night Vision System/Target Acquisition und Designation System), mit dem der Hubschrauber rund um die Uhr und bei jedem Wetter fliegen, Ziele erfassen und bekämpfen kann. Kritische Bereiche der Zelle sind gegen 23-mm-Geschosse gepanzert.

Ein umfangreiches Entwicklungspotential -

Nach den derzeitigen Plänen sollen 675 AH-64A beim US-Heer eingeführt werden; bis Juni 1988 waren 357 geliefert worden. Daneben entwickelt McDonnell Douglas im Auftrag des US-Heeres eine kampfwertgesteigerte AH-64B Advanced Apache mit digitaler Avionik und leistungsstärkeren Triebwerken sowie aus eigener Initiative eine Bordhubschrauberversion Seagoing Apache für die Bekämpfung von Luft- und Seezielen.

Die wichtigsten Versionen: AH-64A.

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: AH-64A
Art: Panzerabwehrhubschrauber
Triebwerk: zwei Turbinentriebwerke General Electric T700-GE-701 mit je 1265 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 296 km/h;
Dienstgipfelhöhe 6 400 m;
Schwebeflughöhe innerhalb des Bodeneffekts 4 570 m; Überführungsreichweite 1891 km mit Zusatztanks;
Flugdauer 3 h 9 min
Masse: Leermasse 4 881 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 9 525 kg
Abmessungen: Hauptrotordurchmesser 14,63 m;
Länge über alles 14,68 m;
Höhe 4,66 m;
Rotorkreisfläche 168,11 m2
Bewaffnung: eine außenlafettierte 30-mm-Maschinenkanone M 230 Chain Gun; 16 Panzerabwehr-Fk Hellfire oder 76 Luft-Boden-Raketen; künftig auch Lutf-Luft-Fk Stinger, Sidewinder oder Mistral
Besatzung: 2
 

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