Luftüberlegenheitsjagdflugzeug Lockheed YF-22

lockheed yf22

Die Lockheed YF-22 bei ihrer ersten offiziellen Vorstellung am 29. September 1990.


Zusammenarbeit im großen Stil -

Die im Rahmen des ATF-Programms (Advanced Tactical Fighter) Für die US-Luftwaffe entwikkelte Lockheed YF-22 steht in Konkurrenz zu der von Northrop vorgeschlagenen YF-23, wobei in beiden Fällen ein beachtliches Industrieteam dahintersteht. An dem Lockheed-Muster sind außer dem federführenden Unternehmen noch General Dynamics und Boeing beteiligt, während sich die beiden Triebwerkkonzerne General Electric und Pratt & Whitney um den Antrieb bemühen.

Keine Probleme seit dem Erstflug -

Der YF-22 bezeichnete Prototyp von Lockheed hat seinen Erstflug am 29. September 1990 auf dem Werkflugplatz in Palmdale absolviert und wurde dann zur Edwards AFB überführt. Am Steuer saß David Ferguson, der Cheftestpilot von Lockheed, und als Antrieb dienten zwei General Electric YF120 in der Schubklasse um 90 kN ohne und 135, kN mit Nachverbrennung. Für den zweiten Prototyp sind zwei Konkurrenztriebwerke Pratt & Whitney YF119 vorgesehen. Inzwischen nähern sich die Flugversuche ihrem Ende und die Entscheidung zwischen den beiden Konkurrenzmustern steht bevor.

Futuristische Formgebung -

Im Vergleich zu dem Northrop-Prototyp YF-23 sieht die YF-22 noch relativ konventionell aus. Der Hochdecker mit seinen mächtigen Lufteinläufen seitlich des Rumpfes ähnelt etwas der F-18, da ebenfalls zwei nach außen gestellte Seitenleitwerke Verwendung finden. Auffallend ist die Anordnung des Höhenleitwerks als eine Art "Wiederholung" der Flügelplanform, die an ihrer Hinterkante entsprechend angepaßt ist. Neu ist ferner die Schubvektorsteuerung zur Unterstützung der aerodynamischen Flächen, die dem Flugzeug in allen Fluglagen bis weit in den überzogenen Zustand hinein außergewöhnliche Manövriereigenschaften verleihen soll.

Die wichtigsten Versionen YF-22 (zwei Prototypen).

Die wichtigsten Abnehmerländer USA.
 


———— TECHNISCHE DATEN
Typ: YF-22
Art: taktisches Kampfflugzeug
Triebwerk: zwei ZTL-Triebwerke mit Schubvektorsteuerung General Electric YF120 (erster Prototyp) mit je 90 kN Schub ohne und 135 kN mit Nachverbrennung
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 1,8;
Dienstgipfelhöhe 18 000 - 20 000 m;
Einsatzradius 1 300-1 500km
Masse: Leermasse 14 500 - 15 000 kg;
normale Abflugmasse 25 000 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 13,1 m;
Länge 17,64 m;
Höhe 5,4 m
Bewaffnung: zehn Luft-Luft-Flugkörper AIM-120 und AIM-132 im Waffenschacht
Besatzung: 1
 

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