Mittlere Bombenflugzeuge Liore et Olivier LeO 5 und 7

Mit ihrem aufgemalten Schiffsanker gehörte diese LeO 7/3 zu den französischen Marinefliegern. Sie weist auch den Bugstand auf, der bei den anderen Varianten fehlt.


Schwieriger Anfang für Liore et Olivier -

Die 1912 gegründete Firma Ateliers d'aviation Liore et Olivier entwarf erst 1916 ihr erstes richtiges Flugzeug, die LeO 4. Drei Jahre später akzeptierte die technische Abteilung des Heeres das von Liore vorgestellte Projekt eines gepanzerten zweimotorigen Musters, das für die Erdkampfunterstützung mit einer Dreimannbesatzung ausgelegt war und die Bezeichnung Leo 5 erhielt. Als Antrieb dienten zwei Rhone-Motoren mit je 125 kW, aber ein Serienauftrag blieb aus.

Die erste LeO im Serienbau -

Im Jahr 1922 schuf Ingenieur Leflot auf der Grundlage des LeO 5-Entwurfs die Leo 7, die in Villacoublay als Prototyp flog und dann in vielen Punkten insbesondere am Flügel und am Vorderrumpf abgeändert werden mußte. Unter der Bezeichnung LeO 7/2 wurde dann eine kleine Serie in Auftrag gegeben, die ebenso wie die Potez XIX den Vorstellungen von einem mehrsitzigen Kampfflugzeug entsprach.

Zurückhaltung der Piloten -

Gebaut wurden 23 Exemplare, die auf dem Stützpunkt Metz ihren Dienst antraten, aufgrund ihrer schlechten Flugeigenschaften aber nicht sehr beliebt waren. Auf die LeO 7/2 folgte dann die für den Marineeinsatz modifizierte LeO 7/3, die in Saint-Raphael stationiert wurde. Sie unterschied sich von ihrem Vorgänger durch eine vergrößerte Spannweite und einen Bugstand.

Die wichtigsten Versionen:

LeO 5 (Erdkampfunterstützung);
LeO 7/2 (aus der LeO 5 entwickelt);
LeO 7/3 (für den Einsatz auf See modifiziert).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:
Typ: LeO 7/2
Art: Kampf- und Geleitflugzeug
Triebwerk: zwei flüssigkeitsgekühlte Achtzylinder-V-Triebwerke Hispano-Suiza 8Fb mit 228 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 190 km/h
Abmessungen: Flügelspannweite 18,59 m;
Flügelfläche 68 m2
Bewaffnung: ein Maschinengewehr und 400 kg Bomben
Besatzung: 3
 

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