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Ein Flugzeug für viele Aufgaben
Am Vorabend des zweiten Weltkriegs unter der Leitung von Ingenieur Alois Smolik entworfen, war die Letov S.50 in erster Linie
für Beobachtungsmissionen ausgelegt, mußte sich aber den Spezifikationen des tschechischen Verteidigungs- ministeriums entsprechend auch für leichte Bombardierungsaufgaben, Aufklärungseinsätze und
Erdkampfunterstützung eignen. Da das Flugzeug in geringen Höhen operieren sollte, waren die Flugleistungen der Defensivbewaffnung und der Wendigkeit untergeordnet, um sich der Feindeinwirkung entziehen zu können.
Außerdem mußte die Letov S.50 für ihre Aufgabe der Erdkampfun- terstützung auch auf frontnah gelegenen kleinen Behelfsplätzen mit kurzen Pisten einsetzbar sein.
Von den Deutschen beschlagnahmt
Der ganz aus Metall hergestellte Tiefdecker ließ sich mit verschiedenen Stern- oder Reihentriebwerken von 300 bis 520 kW ausrüsten und bot drei Mann Besatzung Platz: der großzügig verglaste Rumpfbug war für den
Beobachter/Funker! Schützen eingerichtet, der Pilot saß in einem Cockpit in Höhe der Flügelvorderkante und dahinter war ein Maschinengewehrstand mit Kuppel angeordnet. Die deutsche Besatzungsmacht übernahm die
Letov S.50 und stellte sie als Produkt der böhmischen und mährischen Protektorate vor, verzichtete aber dann auf eine Weiterführung des Programms.
Die wichtigsten Versionen: S.50 (ein Prototyp).
Die wichtigsten Abnehmerländer: Tschechoslowakei.
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TECHNISCHE DATEN:
Typ:S.50 Art: Aufklärungs- und Erdkampfunterstützungsflugzeug Triebwerk: zwei Sterntriebwerke Avia Rk-17 mit je 313 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 305 km/h in 1 000 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 7 200 m; Reichweite für Bombardierungsaufgaben 1 200 km Masse: höchstzulässige Abflugmasse 4 093 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 17,30 m; Länge 12,60 m; Flügelfläche 43 m2 Bewaffnung: drei Maschinengewehrstände und maximal 200 kg Bomben an sechs Stationen unter dem Flügel
Besatzung:3
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