Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug Letov S.5O

letov_S_50

Die 1938 erstmals geflogene Letov S.SO wurde nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Deutschen noch auf der Brüsseler Luftfahrtschau gezeigt, dann aber aufgegeben.


Ein Flugzeug für viele Aufgaben

Am Vorabend des zweiten Weltkriegs unter der Leitung von Ingenieur Alois Smolik entworfen, war die Letov S.50 in erster Linie für Beobachtungsmissionen ausgelegt, mußte sich aber den Spezifikationen des tschechischen Verteidigungs-
ministeriums entsprechend auch für leichte Bombardierungsaufgaben, Aufklärungseinsätze und
Erdkampfunterstützung eignen. Da das Flugzeug in geringen Höhen operieren sollte, waren die Flugleistungen der Defensivbewaffnung und der Wendigkeit untergeordnet, um sich der Feindeinwirkung entziehen zu können. Außerdem mußte die Letov S.50 für ihre Aufgabe der Erdkampfun-
terstützung auch auf frontnah gelegenen kleinen
Behelfsplätzen mit kurzen Pisten einsetzbar sein.

Von den Deutschen beschlagnahmt

Der ganz aus Metall hergestellte Tiefdecker ließ sich mit verschiedenen Stern- oder Reihentriebwerken von 300 bis 520 kW ausrüsten und bot drei Mann Besatzung Platz: der großzügig verglaste Rumpfbug war für den Beobachter/Funker!
Schützen eingerichtet, der Pilot saß in einem Cockpit in Höhe der Flügelvorderkante und dahinter war ein Maschinengewehrstand mit Kuppel angeordnet. Die deutsche Besatzungsmacht übernahm die Letov S.50 und stellte sie als Produkt der böhmischen und mährischen Protektorate vor,
verzichtete aber dann auf eine Weiterführung des Programms.

Die wichtigsten Versionen: S.50  (ein Prototyp).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Tschechoslowakei.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ:S.50
Art: Aufklärungs- und Erdkampfunterstützungsflugzeug
Triebwerk: zwei Sterntriebwerke Avia Rk-17 mit je 313 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 305 km/h in 1 000 m Höhe; Dienstgipfelhöhe 7 200 m;
Reichweite für Bombardierungsaufgaben 1 200 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 4 093 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 17,30 m;
Länge 12,60 m;
Flügelfläche 43 m2
Bewaffnung: drei Maschinengewehrstände und maximal 200 kg Bomben an sechs Stationen unter dem Flügel

Besatzung:3
 

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