Mittlere Bombenflugzeuge Junkers K-30

Diese K-30 trägt ein schwedisches Kennzeichen und wurde aufgebockt, um den Maschinengewehrstand an der Rumpfunterseite ausfahren zu können.


Beginn einer berühmten Baureihe -

Neben einer Anzahl einmotoriger Zivilflugzeuge, die sich aber unschwer dem militärischen Einsatz anpassen ließen, entwickelte Junkers Mitte der 20er Jahre auch dreimotorige Muster, die später zu einer Spezialität des Unternehmens werden sollten. Zunächst entstand im Jahr 1925 - immer noch unter dem zivilen Mäntelchen - die für neun Passagiere ausgelegte und völlig aus Metall hergestellte G-23, auf die dann die mit drei leistungsstärkeren Triebwerken Junkers L-5 mit je 231 kW ausgerüstete G-24 folgte.

Zu internationalem Erfolg -

Unter Umgehung des Versailler Vertrags gelang es dem deutschen Unternehmen, im schwedischen Linham eine militärische Ausführung der G-24 mit der Bezeichnung K-30 zu entwickeln. Das als Bombenflugzeug ausgelegte und mit drei Maschinengewehrständen versehene Muster wies die für Junkers typische Wellblechbeplankung auf und führte ihre Bombenlast an Spezialgeschirren unter dem Tragwerk mit. Ein besonderes Merkmal war die Umrüstbarkeit der K-30 auf ein Schwimmwerk. Ende 1926 wurden die ersten 15 Exemplare an die Sowjetunion geliefert, die auch die Lizenzbaurechte erwarb und das Flugzeug unter der Bezeichnung R-42 im eigenen Land herstellte. Im übrigen kaufte auch die Türkei die Rechte zum Nachbau der K-30.

Die wichtigsten Versionen:

K-30 (in Schweden entwickelte Militärversion der G-24);
R-42 (in Lizenz von der Sowjetunion und der Türkei gefertigte Flugzeuge).

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Deutschland, Schweden, Türkei, Sowjetunion.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: K-30
Art: dreimotoriger Bomber
Triebwerk: drei Kolbentriebwerke Junkers L-5 mit je 231 kW

Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 190 km/h;
Dienstgipfelhöhe 4 000 m;
Flugdauer 7 h

Masse:
höchstzulässige Abflugmasse 6 500 kg

Abmessungen:
Flügelspannweite 29,9 m;
Länge 15,23 m;
Flügelfläche 94,6 m2

Bewaffnung:
fünf Maschinengewehre (je zwei in zwei Ständen an der Rumpfoberseite und eines unter dem Rumpf) plus vier 100-kg-Bomben plus zwei 300-kg-Bomben.
 

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