Mittlere Bombenflugzeuge Junkers Ju 88

Die Ju 88 war vielleicht der leistungsfähigste Bomber, mit Sicherheit aber das vielseitigste Flugzeug der deutschen Luftwaffe im zweiten Weltkrieg.


Das schnellste Flugzeug seiner Kategorie -

Der erste, noch ausschließlich als Bomber geplante Prototyp dieses vielseitigen Flugzeugs flog am 21. Dezember 1936. Der fünfte Prototyp erflog mit 517 km/h einen Weltrekord mit einer Nutzlast von 2 000 kg über einen Rundkurs von 1000 km.

Ein vielseitiges Arbeitspferd mit kleinen Schwächen -

Die erste Serienversion A-1 lief den deutschen Kampfgeschwadern im Sommer 1939 zu. In der Folgezeit bewährte sich die Ju 88 als leistungsfähiger Horizontal- und Sturzkampfbomber wie als Aufklärer und Tiefangriffsflugzeug, als Torpedoträger und Nachtjäger. Bald nach Kriegsbeginn zeigte sich jedoch der Mangel an ausreichender Defensivbewaffnung, der zur Entwicklung einer stärker bewaffneten Variante Anlaß gab. Von 1939 bis 1945 wurden über 15 000 Ju 88 in mehr als 60 Varianten gebaut.

Die wichtigsten Versionen:
Ju 88 A und D (Bomber);
Ju 88 C und G (Nachtjäger);
Ju 88 S (Schnellbomber; zwei Doppelsternmotoren BMW 801 mit je 1324 kW; keine Abwehrbewaffnung);
Ju 88 T (Luftbildaufklärer).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Deutschland.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Ju 88 A-4
Art: viersitziger Bomber
Triebwerk:
zwei Zwölfzylinder-V-Motoren Junkers Jumo 211 J mit je 1007 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 470 km/h in 5 300 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 8 200 m;
Reichweite 1 730 km
Masse:
Leermasse 9 860 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 14 000 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 20 m;
Länge 14,40 m;
Höhe 4,85 m;
Flügelfläche 54,50 m2
Bewaffnung:
fünf oder sechs Maschinengewehre im Cockpit; 2 000 kg Bomben.
 

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