Abfangjagdflugzeug Jakowlew Jak-17

jak_17

Von dem sowjetischen Abfangjäger Jak-17 existieren noch zwei Exemplare. Eines steht im Prager Luftfahrtmuseum, während das hier abgebildete sich im sowjetischen Museum van Monino befindet.


Von der Jak-15 zur Jak-17.

Im Zuge der Verbesserung ihres ersten strahlgetriebenen Jagdflugzeugs machten sich die Ingenieure von Jakowlew an eine gründliche
Modifikation der Jak-15, wobei zunächst das Heckradfahrwerk im Vordergrund stand, da der Pilot beim Rollen am Boden kaum etwas sehen
konnte. Nachdem sie ein Bugradfahrwerk konstruiert und eingebaut hatten, wurde auch ein neues Triebwerk verfügbar: Kolesow hatte den
RD-10 zur Version RD-10A mit 9,8! kN weiter entwickelt. Durch diese Neuerungen wurde jedoch eine ganze Reihe von kleineren Modifika-
tionen ausgelöst, die erst das Leitwerk, dann aber auch den Tragflügel betrafen. Schließlich blieb von der Jak-15 kaum etwas übrig, aber die Jak-17 war geboren.

Ein sehr begrenzter Erfolg.

Ab Sommer 1947 wurde die Jak-17 einer intensiven Flugerprobung unterzogen, und einige Monate später lief die Serienfertigung an.
Was die Produktionsziffern anlangt, liegen die sowjetischen Angaben zwischen 280 und 700 Einheiten.
Im Jahr 1950 wurde dieser Interzeptor im Rahmen einer Vorführreise auch anderen Ländern angeboten, doch blieben die Ergebnisse weit
hinter den Erwartungen zurück. Die Tschechoslowakei kaufte eine Jak-17 für die Bewertung, während sich die Polen vor allem für die Schulausführung interessierten und mit der Jak-17UTI ihr erstes Strahlflugzeug erhielten. Der Grund dafür war, daß die Länder des Warschauer Pakts auf ein leistungsfähigeres Muster warteten: die
Jak-23.

Die wichtigsten Versionen:
Jak-17 (Grundausführung);
Jak-I7UTI (Schulversion).

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Sowjetunion, VR China, Polen, Tschechoslowakei.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Jak-17
Art: Abfangjagdflugzeug
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Kolesow RD-tOA mit 9,81 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 720 km/h in 2400 m Höhe (750 km/h in 13000 m)
Masse: Leermasse 2 430 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3 320 kg
Abmessungen: Flügetspannweite 9,2ü m;
Länge 8,78 m;
Flügelfläche 14,85 m2
Bewaffnung: zwei 23-mm-Maschinenkanonen NS-23 im Bug
Besatzung: 1
 

ag_back