Abfangjagdflugzeug Mitsubishi J8M- 1/Ki-200 "Shusui"

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Mangels genauer Pläne war die Shusui keine genaue Kopie des deutschen Raketenjägers Me 163 Komet.


Ein Komet im Land der aufgehenden Sonne.

Anfang 1944 erkannte die japanische Regierung, daß in absehbarer Zeit mit Angriffen amerikanischer Bomber zu rechnen war und die Luftverteidigung deshalb Priorität erhalten mußte. Als die ersten Berichte aus Deutschland über die Versuche mit dem Raketenjäger Me 163 Komet eintrafen, glaubten die Japaner das ideale Mittel für die Abwehr der alliierten Luftoffensive gefunden zu haben. Rasch wurden Lizenzverträge abgeschlossen, und zwei U-Boote der deutschen Kriegsmarine machten sich auf den Weg nach Japan.
Das mit einer Me 163 und den Bauplänen befrachtete Boot wurde versenkt, während das andere mit dem Raketenmotor und einigen Handbüchern im Juli 1944 am Ziel eintraf.

Zusammenarbeit in der Not.

Im Rahmen eines gemeinsamen Programms des Heeres und der Marine Japans wurde Mitsubishi damit beauftragt, mit Hilfe der spärlichen Informationen eine Kopie der Komet herzustellen. Im August 1944 wurde eine Holzattrappe vorgestellt, worauf die Militärs sieben Prototypen unter der Doppelbezeichnung J8M-l/Ki-200 Shusui bestellten. Aber erst im Juni 1945 verließ der erste Prototyp das Werk in Nagoya, und am 7. Juli startete der Testpilot Toyohiko Inuzuka zum ersten Flug, um Sekunden später abzustürzen.
Bis zum Waffenstillstand waren die Modifikationen nicht abgeschlossen, so daß kein weiterer Flug stattfinden konnte. Die Shusui konnte sich zwar nicht mehr bewähren, doch war sie eines der seltenen Beispiele für eine Zusammenarbeit zwischen Heer und Marine der kaiserlichen Streitkräfte Japans.

Die wichtigsten Versionen: J8M- 1/Ki-200.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Japan.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ:J8M-1/Ki-200
Art:Abfangjäger
Triebwerk: ein Raketentriebwerk Ro-2/KR-10 mit 14,71 kN
Leistungen (Entwurfswerte): Höchstgeschwindigkeit 800 km/h in 10 000 m;
Dienstgipfelhöhe 12000 m;
Einsatzradius 70 km
Masse:Leermasse 1 445 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3870 kg
Abmessungen:Flügelspannweite 9,50 m;
Länge 5,95 m; Höhe 2,70 m; Flügelfläche 17,73 m2
Bewaffnung:zwei 30-mm-Maschinenkanonen
Besatzung:1
 

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