Mittlere Bombenflugzeuge Iljuschin 11-28 ("Beagle")

Der Ganzmetallbomber Il-28 besaß ungepfeilte Tragflügelvorderkanten,
 ein gepfeiltes Leitwerk und ein einziehbares Brudradfahrwerk.


Sowjetischer Bomber mit britischen Triebwerken -

Nach der enttäuschenden Flugerprobung der Iljuschin 11-22 im Jahr 1947 wurde die Entwicklung des taktischen Bombers 11-28 mit Nachdruck vorangetrieben. Der erste der drei Prototypen flog am 8. August 1948 mit zwei Strahltriebwerken Klimow RD-45F von je 22,3 kN Schub. Es folgten 25 Vorserienflugzeuge, die während der Parade am 1. Mai 1949 Moskau überflogen. Aber erst nach der Umrüstung auf in Lizenz gefertigte Nene-Triebwerke von Rolls-Royce erreichte das Flugzeug befriedigende Leistungen.

Ein erfolgreiches Muster -

1949 lief die Serienfertigung dieses ersten erfolgreichen sowjetischen Nachkriegsbombers an, der ab 1950 bei den Bomberregimentern der sowjetischen Luftwaffe eingeführt wurde. Erst zehn Jahre später lief die Produktion für den sowjetischen Bedarf aus. Unabhängig davon wurden große Stückzahlen an Länder des Warschauer Pakts und andere befreundete Luftstreitkräfte geliefert. Die Volksrepublik China hat noch in den 60er Jahren mehrere hundert Exemplare nachgebaut. Insgesamt wurden über
10 000 Il-28 mit der NATO-Bezeichnung Beagle produziert.

Die wichtigsten Versionen:

Neben der Bomberversion entstanden die Trainerversion
Il-28U und die Aufklärungsversion
Il-28R, die mit optischen und elektronischen Sensoren im modifizierten Bombenschacht ausgerüstet war. Die sowjetische Marine führte eine Torpedobomberversion mit der Bezeichnung
Il-28T ein.

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Sowjetunion, Ägypten, Algerien, China, DDR, Finnland, Indonesien, Nordkorea, Nordvietnam, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei, Ungarn.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Il-28
Art: taktischer Tagbomber
Triebwerk:
zwei Strahlturbinentriebwerke Klimow WK-1 (Rolls-Royce Nene) mit 26,8 kN Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 900 km/h in 4 500 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 12 300 m;
Einsatzradius 1 135 km
Masse:
höchstzulässige Abflugmasse 21 000 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 21,45 m;
Länge 17,65 m;
Höhe 6,70 m;
Flügelfläche 60,80 m2
Bewaffnung: 
vier 23-mm-Maschinenkanonen NS-23; Kampfmittelzuladung 3 000 kg Besatzung: 3
 

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