Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug IAI Lavi

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Luftbetankung eines Lavi-Prototyps (mit Luft-Luft-Fk an den Flügelspitzen) durch eine A-4 Skyhawk der israelischen Luftwaffe im Juni 1987. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden Prototypen mit Erfolg über 60 Erprobungsflüge absolviert.


Der Star der israelischen Luftfahrtindustrie

Die Entwicklung der Lavi (Junger Löwe) von Israel Aircraft Industries (IAI) wurde Ende der siebziger Jahre aufgenommen, um die zahlreichen A-4 Skyhawk der israelischen Luftwaffe abzulösen. Zusätzlich zur Luftnahunterstützung und zur Abriegelung des Gefechtsfeldes sollte die Lavi Abfangaufgaben übernehmen können.

Modernste Technologie

Im Oktober 1982 begann die Serienentwicklung, die zum Erstflug des ersten Prototyps am 31. Dezember 1986 führte. 22 Prozent der Zelle bestehen aus modernen Verbundwerkstoffen. Die Tragflügel wurden von Grumman beigesteuert, das Triebwerk von Pratt & Whitney. Auch die Finanzierung wurde weitgehend von den USA übernommen. Die verstellbaren Entenruder sorgen in Verbindung mit der rechnergestützten Flugstabilität für eine hervorragende Wendigkeit. Die Ausrüstung mit dem hochmodernen Impulsdopplerradar Elta EL/M-2035, dem Elbit-Bord-rechner ACE-4, den Sichtgeräten von El-Op und dem EloGM-System von Elta Electronics spricht für den hohen Leistungsstand der israelischen Elektronikindustrie. Das vierfach ausgelegte digitale Fly-by-wire-Flugsteuersystem stammt von Lear Siegler/MBT.

Das vorzeitige Aus

Trotz überzeugender Leistungen in der Prototyperprobung wurde das auf mindestens 300 Exemplare (darunter rund 60 zweisitzige Muster) geplante Programm aufgrund politischen Drucks aus den USA und wegen seiner hohen Kosten am 30. August 1987 durch die israelische Regierung eingestellt. Die gewonnenen Erfahrungen wurden von IAI in den Bau eines zweisitzigen Technologieerprobungsträgers (B-3) umgesetzt.

Die wichtigsten Versionen:
B-1, B-2 (Prototypen),
B-3 (Erprobungsträger).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Israel.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: B1/2
Art: Mehrzweckkampfflugzeug (Prototyp)
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Pratt & Whitney PW1120 mit 91,7 kN Nachbrennerschub
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit l 482 km/h in 11 000 m Höhe; Einsatzradius 2131 km mit zwei Bomben Mk 82 oder Mk 84
Masse: Leermasse 9 990 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 19 277 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 8,78 m;
Länge 14,57 m;
Höhe 4,78 m;
Flügelfläche 33,05 m2
Bewaffnung: eine 30-mm-Maschinenkanone und zwei Luft-Luft-Flugkörper an den Flügelspitzen;
Kampfmittelzuladung 2 721 kg Bomben Mk 82 oder Mk 84, Luft-Boden-Flugkörper, Raketen u.a.

Besatzung: l
 

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