Schulflugzeug Hispano-Aviaciön HA-200 "Saeta"

hispano aviacion ha200 saeta

In dieser Frontansicht der Saeta erkennt man die Anordnung der beiden 7,7-mm-Maschinengewehre über dem Lufteinlauf.


Messerschmitt taucht wieder auf -

Als Spanien nach dem zweiten Weltkrieg daranging, seine Luftfahrtindustrie wieder aufzubauen, entschied sich Hispano-Aviatiön 1952 für ein Engagement deutscher Ingenieure, darunter auch Willy Messerschmitt. Sie konstruierten zunächst ein großes einmotoriges Schulflugzeug mit der Bezeichnung HA-100 Triana, das etwa in die Kategorie der amerikanischen T-28 fiel. Aufgrund von technischen Schwierigkeiten mußten die Pläne für eine Serienfertigung jedoch aufgegeben werden. Da die spanische Luftwaffe aber ein Übergangsmuster von der T-6 zur T-33 benötigte, entschied man sich schließlich für eine Umrüstung der H-100 auf zwei kleine Strahltriebwerke.

Saeta in Nordafrika -

Auf HA-200 Saeta umgetauft, verwendete das neue Muster einen Großteil der Triana-Zelle. Sein Erstflug fand am 12. August 1955 statt, doch ließ der Auftrag für zehn Einheiten der mit zwei 7,7-mm-Maschinengewehren ausgerüsteten Vorserie bis Oktober 1957 auf sich warten. Im Jahr 1959 interessierte sich die Vereinigte Arabische Republik für die Saeta und unterzeichnete einen Vertrag zur Lieferung von zehn HA-200B und den Lizenzbau von 90 Flugzeugen in Ägypten. Als Al-Kahira bezeichnet, spielten diese Saeta im Sechstagekrieg keine Rolle. Die spanische Luftwaffe beschaffte noch 50 HA-200D, die als leichte Kampfflugzeuge mit der Bezeichnung C-10B in Marokko zum Einsatz kamen. Diese Flugzeuge wurden im November 1980 aus dem aktiven Dienst gezogen.

Die wichtigsten Versionen
E-14 (spanische Vorserie);
HA-200A (besser ausgerüstete Version);
HA-200B (für die Vereinigte Arabische Republik);
HA-200D (leistungsgesteigerte Version für Spanien).

Die wichtigsten Abnehmerländer Spanien, Vereinigte Arabische Republik
 


———— TECHNISCHE DATEN —
Typ: HA-200D
Art: leichtes Kampf- und Schulflugzeug
Triebwerk: zwei Strahltriebwerke Turbomeca Marbore IIA mit je 3,97 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 690 km/h in 3 000 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 13 000 m;
Reichweite 1 500 km
Masse: Leermasse 2 020 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3 600 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,93 m;
Länge 8,97 m;
Höhe 2,85 m
Bewaffnung: zwei 7,7-mm-Maschinengewehre und zwei Unterflügelstationen für Raketenbehälter
Besatzung: 2
 

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