Schulflugzeug Heinkel He 45

heinkel he45

Im September 1939 nahm nur eine mit He 45 ausgerüstete Staffel der deutschen Luftwaffe am Überfall auf Polen teil.


Die deutsche Wiederbewaffnung

Die Wiederaufrüstung der deutschen Reichswehr begann schon vor der Machtergreifung Hitlers. 1931 wurden mehrere Unternehmen mit der Entwicklung militärischer Flugzeuge beauftragt. Heinkel erhielt den Auftrag für einen robusten, zuverlässigen und wendigen Doppeldecker, der voll auf bewährter Technik basieren sollte. Das als Fernaufklärer und leichter Bomber vorgesehene Flugzeug flog erstmals im Jahr 1932.

Vom Aufklärer zum Bomber -

Die vom damaligen Staatssekretär im Reichsluftfahrtministerium und späteren Generalinspekteur der Luftwaffe, Generalfeldmarschall und General-Luftzeugmeister Erhard Milch 1934 ausgearbeitete Planung für den Aufbau der Luftwaffe sah die Fertigung von 320 He 45 vor, die zwischen Heinkel, Bayerische Flugzeugwerke, Focke-Wulf und Gothaer Waggonfabrik aufgeteilt wurde. Tatsächlich wurden bis Sommer 1936 - 512 Exemplare gebaut. Die deutsche Legion Condor setzte sechs He 45 als Aufklärer im spanischen Bürgerkrieg ein; die nationalspanischen Luftstreitkräfte Francos erhielten 40 He 45 C und benutzte sie als leichte Bomber,
Nahaufklärer und Schlachtflugzeuge.

An der russischen Front -

Ab 1938 wurde die He 45 durch modernere Muster abgelöst und den Fliegerschulen der deutschen Luftwaffe zugeteilt. Im Frühjahr 1943 kamen die letzten He 45 als leichte Nachtbomber und Nachtschlachtflieger an der Ostfront zum Einsatz.

Die wichtigsten Versionen
He 45 A; He 45 B (mit BMW VI 7,3 ZU);
He 45C (mit Daimler-Benz DB 600 oder BMW 116);
He 61 (ursprünglich für China entwickelte Exportversion).

Die wichtigsten Abnehmerländer Deutschland, Bulgarien, Spanien.
 


———— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: He 45 A
Art: leichter Bomber und Fernaufklärer
Triebwerk: ein fliissigkeitsgekühltes Zwölfzylinder-V-Triebwerk BMW VI O mit 441 kW Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 245 km/h in 2 000 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 5 000 m;
Reichweite 1 200 km
Masse: Leermasse 1 725 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 2 610kg
Abmessungen: Flügelspannweite 11,50 m;
Länge 10,00 m;
Höhe 4,34 m;
Flügelfläche 34,60 m2
Bewaffnung: zwei 7,9-mm-Maschinengewehre (ein MG 08/15 und ein MG 15); Kampfmittelzuladung 300kg
Besatzung: 2
 

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