Schulflugzeug Hawker Henley

hawker henley

Der erste der beiden Prototypen für die Bomberversion der Henley trug das Kennzeichen K-5115.


Im Schatten der Hurricane...

Im Februar 1934 begann die Hawker Aircraft Ltd. nach einer Aufforderung des britischen Luftfahrtministeriums mit den Projektstudien für ein leichtes Erdkampfunterstützungsflugzeug, das Geschwindigkeiten bis zu 485 km/h erreichen sollte. Als Vorbild für das auf den Namen Henley getaufte Muster benutzten die Konstrukteure der Firma das seinerzeit gerade im Bau befindliche Jagdflugzeug Hurricane, von dem sie auch den Antrieb, einen Rolls-Royce Merlin, übernahmen. Im Unterschied zu ihrem berühmten Vorbild war der Bomber jedoch mit einem Zweimanncockpit ausgestattet und weniger schwer bewaffnet.

..bis zum unrühmlichen Ende

Für eine Kampfmittelzuladung von 454 kg im Bombenschacht ausgelegt, war der Henley kein Erfolg beschieden. Schon die Entwicklung wurde dadurch gebremst, daß die Hurricane absoluten Vorrang hatte. Der Jungfernflug konnte daher erst im März 1937 stattfinden. Gleichzeitig teilte das Luftfahrtministerium der Firma Hawker mit, daß die RAF keinen Bedarf mehr an einem leichten Bomber habe, worauf die von Gloster in Lizenz gebauten Henley für den Einsatz als Zielschlepper umgebaut wurden. Das Triebwerk war indessen für diese Aufgabe nicht sehr geeignet, so daß die RAF das Flugzeug schließlich 1942 aus dem Dienst zog.

Die wichtigsten Versionen
Henley Mk I (erster Prototyp);
Mk II (zweiter Prototyp, von Gloster adaptiert);
Mk III (Serienversion).

Die wichtigsten Abnehmerländer Großbritannien.
 


—— TECHNISCHE DATEN ——
Typ: Henley Mk III
Art: Zielschleppflugzeug
Triebwerk: ein flüssigkeitsgekühltes Zwölfzylin-der-V-Triebwerk Rolls-Royce Merlin I oder III mit 768 kW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit mit Schleppziel 322 bis 438 km/h je nach Zielart;
Dienstgipfelhöhe 8 230 m;
Reichweite 1 530 km
Masse: Leermasse 2 725 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 3 845 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 14,59 m;
Länge 11,10m;
Höhe 4,46 m;
Flügelfläche 31,77 m2
Bewaffnung:  keine
(für die ursprüngliche Bomberversion waren Maschinengewehre im Flügel
und im hinteren Cockpit, sowie 454 kg Bomben vorgesehen)
Besatzung: 2
 

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