Schulflugzeug British Aerospace Hawk 100

british aerospace hawk 100

Der abgebildete Erprobungsträger Hawk 100 G-HAWK (ZAWl) flog erstmals am 21. Oktober 1987. Hinter der abgeschrägten Bugnase sind Laser- und Infrarotsensoren installiert.


Vom Fortgeschrittenentrainer zum Kampfflugzeug -

Um die Außenlastkapazität der zweisitzigen Hawk 50 und 60 besser auszunutzen und gleichzeitig die Kampfkraft zu verbessern, nahm British Aerospace im Frühjahr 1982 die Entwicklung einer taktischen Kampfversion auf. Die resultierende Hawk 100 behielt zwar beide Sitze für den Einsatz als Fortgeschrittenentrainer, soll aber bei Kampfeinsätzen in der Regel von einem Piloten geflogen werden. Die Tragflügel wurden speziell für hohe Wendigkeit ausgelegt.

Moderne Avionik -

Für den Einsatz moderner Hochleistungskampfmittel erhielt die Hawk 100 einen digitalen Datenbus MIL-STD-1553B mit dem gleichen Trägheitsnavigationssystem Kearfott SKN 2416 wie die F-16, ein Blickfeldsichtgerät mit integriertem Waffenzielrechner von Smiths Industries, ein Waffenmanagementsystem und einen Radarwarnempfänger. Der Einbau eines Laserentfernungsmessers und einer Infrarotkamera ist ebenso möglich wie das Mitführen eines EloGM-Behälters.

Und ein neues Cockpit -

Das Cockpit entspricht dem neuesten Stand der Technik für Kampfflugzeuge. Beide Piloten verfügen über ein farbtüchtiges Mehrzweck-Bildschirmgerät. Alle wesentlichen Bedienelemente sind so angeordnet, daß der Pilot fliegen und kämpfen kann, ohne die Hände von Steuerknüppel und Leistungshebel zu nehmen. Dieses Konzept nennt sich HOTAS (Hands On Throttle And Stick).

Die wichtigsten Versionen
Hawk 100 (Weiterentwicklung aus Hawk 50 und 60).

Die wichtigsten Abnehmerländer Noch keines.
 


———— TECHNISCHE DATEN
Typ: Hawk 100
Art: Fortgeschrittenentrainer und Mehrzweck-Kampfflugzeug
Triebwerk: ein ZTL-Strahltriebwerk Rolls-Royce Adour 871 mit 26,0 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 1 037 km/h;
Dienstgipfelhöhe 15 250 m;
Einsatzradius 1 448 km mit 908 kg Kampfmittel;
Überführungsreichweite 2 433 km ohne Zusatztanks
Masse: Leermasse 3 970 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 8 500 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 9,39 m;
Länge 11,68 m ohne Staurohr;
Höhe 4,16 m;
Flügelfläche 16,69m2
Bewaffnung: Kampfmittelzuladung 3 084 kg (freifallende und gebremste Bomben, 12,7-mm-MG-Behälter, 30-mm-MK-Behälter, Luft-Luft-Fk Sidewinder oder Matra Magie, Luft-Boden-Fk Maverick, Seeziel-Fk Sea Eagle, Luft-Boden-Raketen) an fünf Außenlastträgern
Besatzung: 2
 

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