Mittlere Bombenflugzeuge Handley Page HP-52 "Hampden"

Die bei ihrer Einführung moderne Hampden zeigte sich bei Kriegsausbruch als Tagbomber den deutschen Jagdfliegern nicht gewachsen und wurde bis 1943 als Nachtbomber und U-Jäger eingesetzt.


Ein Trio zweimotoriger Mittelstreckenbomber -

Im September 1932 und im Juli 1934 gab das britische Luftfahrtministerium zwei Spezifikationen heraus, die zur Entwicklung dreier zweimotoriger Bombenflugzeuge führen sollten: der Armstrong-Whitworth Whitley, der Vickers Wellington und der Handley Page Hampden. Diese drei Muster bildeten das Rückgrat der britischen Bomberverbände, bis sie ab 1940 durch neue, viermotorige Bomber ergänzt und abgelöst wurden.

Eine gelungene Konstruktion ...

Der Prototyp der Hampden flog am 21. Juni 1936 und zeichnete sich durch hohe Fluggeschwindigkeit, eine große Bombenlast und gutmütige Flugeigenschaften aus. Ab September 1938 wurden die ersten der 180 bestellten Mk I beim Bomber Command in Dienst gestellt.

... mit unzureichnender Defensivbewaffnung

Schon die ersten Einsätze nach Kriegsausbruch ließen erkennen, daß die Hampden aufgrund ihrer unzureichenden Bewaffnung als Tagbomber untauglich war. Allein am 29. September 1939 wurden bei einem einzigen Angriff elf Hampden von der deutschen Jagd abgeschossen. Daraufhin wurde das Flugzeug umgebaut und als Nachtbomber eingesetzt. Ab April 1942 wurden die noch vorhandenen Exemplare nach und nach an das Coastal Command abgegeben und als Torpedo- und U-Jagd-Flugzeuge eingesetzt. 1943 wurden die letzten Exemplare durch die Beaufighter abgelöst. Insgesamt wurden einschließlich der Experimentalmuster 1432 Exemplare gebaut.

Die wichtigsten Versionen:
Hampden Mk I,
Mk II
(zwei Experimentalflugzeuge mit Sterntriebwerken Wright R-1820 Cyclone).

Die wichtigsten Abnehmerländer:
Großbritannien, Commonwealth-Länder, Sowjetunion.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Hampden Mk I
Art: Mittelstreckenbomber
Triebwerk: zwei luftgekühlte Neunzylinder-Sterntriebwerke Bristol Pegasus XVII mit je 735 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 410 km/h in 4 200 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 6 920 m;
Reichweite 3 035 km mit 907 kg Bomben
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 8 508 kg

Abmessungen:
Flügelspannweite 21,08 m;
Länge 16,33 m;
Höhe 4,55 m;
Flügelfläche 62,06 m2

Bewaffnung:
sechs 7,7-mm-Maschinengewehre (je zwei nach vorn, nach hinten oben und unten schießend);
Kampfmittelzuladung 1815 kg Bomben.

Besatzung: 4
 

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