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Luftüberlegenheitsjagdflugzeug General Dynamics F-111B
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Obwohl sie dem strategischen Bomber F-111A der US-Luftwaffe zum Verwechseln ähnlich sah, war die F-111B als Jagdflugzeug völlig ungeeignet für die US-Marine.
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Politische Entscheidungen -
Als Robert McNamara US-Verteidigungsminister wurde, ließ er die Entwicklung der trägergestützten F6D-1 Missileer zugunsten eines
gemeinsamen Mehrzweck-Kampfflugzeugs für US-Luftwaffe und US-Marine einstellen. Über die grundlegenden Unterschiede im Anforderungsprofil legte sich McNamara keine Rechenschaft ab. Am 31. Januar 1962 legten Boeing
und General Dynamics ihre Entwürfe für dieses TFX-Pro-gramm (Tactical Fighter Experimental) vor. Obwohl Boeing das deutlich bessere Flugzeug anbot, ging der Auftrag aus innenpolitischen Gründen an General Dynamics
in Fort Worth. Da die texanische Firma jedoch keine Erfahrungen mit trägergestützten Kampfflugzeugen besaß, tat sie sich für die US-Marineversion F-111B mit Grumman zusammen. -
Doppeltes Spiel von Grumman -
Die F-111 B flog am 18. Mai 1965. Die mäßigen Leistungen alarmierten zwar den Führungsstab der US-Marine, doch wurde das Programm zunächst fortgesetzt, um die enormen Ausgaben für die Entwicklung des
zugehörigen Luft-Luft-Flugkörpers Phoenix zu rechtfertigen. Obwohl Grumman an der F-111B beteiligt war, bot die Firma der US-Marine mehrere Alternativentwürfe an, aus denen schließlich die F-14 Tomcat hervorging.
Der Gnadenstoß aus dem Osten -
Die vielen Schwächen der fünf Prototypen und der beiden Vorserienexemplare der F-111B erschwerten die weitere Entwicklung ernsthaft. Als 1967 die weit überlegenen
sowjetischen Jagdflugzeuge MiG-23 und MiG-25 erschienen, ließ sich die Fortsetzung des Programms durch nichts mehr rechtfertigen, obwohl McNamara nach wie vor uneinsichtig blieb. Im März 1968 wurde die Entwicklung
der trägergestützten F-111B endlich eingestellt.
Die wichtigsten Versionen F-111B.
Die wichtigsten Abnehmerländer USA.
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—— TECHNISCHE DATEN —— Typ: F-111B Art: trägergestützter Luftüberlegenheitsjäger Triebwerk: zwei ZTL-Strahltriebwerke TF30-P-12 mit je 90,10 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit Mach 1,2 in Meereshöhe; Dienstgipfelhöhe 18 300 m; Einsatzradius 1 300 km Masse: höchstzulässige Abflugmasse 31 000 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 10,43 bis 21,34 m; Länge 20,35 m; Höhe 5,08 m Bewaffnung: vier radargelenkte Luft-Luft-Flugkörper AGW-9 Phoenix Besatzung: 2
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