Focke-Wulf FW 44 "Stieglitz"

focke wulf fw44 stieglitz

Als voll kunstflugtaugliches Schulflugzeug wurde die FW 44 Stieglitz von mehreren Luftstreitkräften eingeführt. Im Bild die Stieglitz einer schwedischen Ausbildungsstaffel.


Ein kunstflugtaugliches Sportflugzeug -

1931 trat Prof. Kurt Tank als Chefkonstrukteur in die Focke-Wulf Flugzeugbau ein. Seine erste Konstruktion für diese Bremer Firma war das Sportflugzeug FW 44 Stieglitz, das 1932 auf Wunsch der Piloten Gerd Achgelis, Emil Kopf und Ernst Udet entstand. Der Prototyp wurde anschließend einer intensiven Flugerprobung unterzogen. Achgelis nahm mit diesem Flugzeug an zahlreichen Luftrennen und Meisterschaften in Europa und den USA teil.

Ein Flugzeug in Kompositbauweise -

Der Rumpf der FW 44 bestand aus einer geschweißten Stahlrohrkonstruktion, die Tragflügel aus Holz. Rumpf und oberer Tragflügel waren mit Stoff bespannt. Der untere Tragflügel besaß eine Bespannung aus Elektron; aus dem gleichen Material bestand auch das Fahrwerk. Die Stieglitz war zuverlässig, wendig und leicht zu fliegen und eignete sich aufgrund ihrer ausgezeichneten Flugeigenschaften für eine Vielzahl von Aufgaben von der Kunstflugausbildung bis zum Schleppen von Segelflugzeugen.

Ein militärisches Schulflugzeug -

Mit der Gründung der deutschen Luftwaffe ergab sich auch ein Bedarf an geeigneten Schulflugzeugen. Im Jahr 1944 waren mehr als 700 Exemplare bei der deutschen Luftwaffe im Einsatz. Das Flugzeug wurde in zehn weitere Länder exportiert und in Brasilien, der Tschechoslowakei imH Her Türkei in Lizenz gefertigt. Nach der
FW 190 war die FW 44 das meistgebaute Flugzeugmuster von Focke-Wulf.

Die wichtigsten Versionen
FW 44 B und E (Prototypen mit Argus-Triebwerk As 8);
FW 44 C, D und F (Serienversionen mit Siemens-Triebwerk Sh 14a).

Die wichtigsten Abnehmerländer
Deutschland, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Finnland, Österreich, Rumänien, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei, Türkei.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: FW 44 C
Art: kunstflugtaugliches Schulflugzeug Triebwerk: ein Siebenzylinder-Sterntriebwerk Siemens Sh 14a mit 11OkW
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 184 km/h;
Reisegeschwindigkeit 172 km/h;
Dienstgipfelhöhe 3 900 m;
Reichweite 675 km
Masse: Leermasse 525 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 900 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 9,00 m;
Länge 7,30 m;
Höhe 2,70 m;
Flügelfläche 20 m2
Bewaffnung: keine
Besatzung: 2
 

ag_back