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Der Mangel an Piloten -
Die Ausbildung von Militärpiloten erwies sich Mitte der dreißiger Jahre als kritischer Engpaß. Deshalb bemühte sich Fokker 1937, den
niederländischen Luftstreitkräften ein möglichst brauchbares und zuverlässiges Schulflugzeug zur Verfügung zu stellen. Der Doppeldecker S-IX entstand in Gemischtbauweise und konnte mit unterschiedlichen Stern- oder
Reihentriebwerken ausgerüstet werden, da die Niederlande selbst keine Flugtriebwerke produzierten. Der Prototyp zum Beispiel wurde von einem Siebenzylinder-Sterntriebwerk Siddeley Genet Major angetrieben.
Vom Anfänger zum Könner -
Die Fokker S-IX war ein Allzweckflugzeug, das sowohl für die fliegerische Grundausbildung wie für die hohe Schule des Kunstflugs geeignet war. Schon aus Gründen der
Wirtschaftlichkeit war eine hohe Steigleistung erforderlich, um rasch auf die gewünschte Höhe zu gelangen oder hintereinander mehrere Landeübungen mit Aufsetzen und anschließendem Durchstarten durchführen zu können.
Das robuste und leicht zu fliegende Flugzeug erreichte im Sturzflug mehr als 300 km/h; das waren 50 Prozent mehr als die Höchstgeschwindigkeit im Horizontalflug.
Ein langlebiges Muster -
Die
niederländische Luftwaffe gab 40 Exemplare in Auftrag, von denen allerdings bis zum Einmarsch der deutschen Truppen im Mai 1940 nur 20 geliefert werden konnten. Einigen wenigen S-IX gelang die Flucht nach
Frankreich. Nach Kriegsende wurden noch einige weitere Exemplare in den Niederlanden gebaut und dienten so als Basis für den Wiederaufbau der holländischen Luftfahrtindustrie.
Die wichtigsten Versionen S-IX.
Die wichtigsten Abnehmerländer Niederlande.
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——— TECHNISCHE DATEN ——— Typ: S-IX Art: kunstflugtauglicher Anfänger- und Fortgeschrittenentrainer Triebwerk: ein Sechszylinder-Reihentriebwerk
Menasco B-6 Buccaneer mit 124 kW Leistungen: Höchstgeschwindigkeit 193 km/h; Dienstgipfelhöhe 4 500 m; Reichweite 750 km Masse: höchstzulässige Abflugmasse 750 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 9,50 m; Länge 7,80 m; Flügelfläche 23 m2 Bewaffnung: keine Besatzung: 2
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