Mittlere Bombenflugzeuge Fiat BR.20 "Cicogna"

Als die BR.20 im Jahr 1936 den Truppendienst aufnahm, wurde sie als der modernste Bomber seiner Zeit betrachtet.


Standardmuster der italienischen Bomberflotte -

Ihren Erstflug absolvierte die Fiat BR.20 Cicogna am 10. Februar 1936. Dank der aerodynamisch sauberen Tiefdeckerbauweise entsprach sie den seinerzeit modernsten Vorstellungen von einem zweimotorigen Bomber. Das Flugzeug profitierten von fortschrittlichen Technologien und wies ein Einziehfahrwerk sowie Ganzmetallflügel und einen teilweise aus Metall hergestellten Rumpf auf. Ab Herbst 1936 lief die von der faschistischen Regierung als willkommenes Propagandawerkzeug benutzte Cicogna der Truppe zu.

Feuertaufe -

Bis 1940 wurden noch 233 Exemplare hergestellt, wovon 85 für Japan bestimmt waren, das sie gegen China ins Feld führte. Außerdem kamen mehrere BR.20 bei der Aviazione Legionara im spanischen Bürgerkrieg zum Einsatz. Sie nahmen an den Kämpfen am Ebro und um Teruel teil, wobei sie militärische Ziele und Städte der Republikaner angriffen. Im Jahr 1940 erhielt die italienische Luftwaffe die neue Version BR.20M und besaß damit am 10 Juni 172 Einheiten. Im Anschluß an den Frankreichfeldzug waren die Cicogna auch an der gegen England eingeleiteten Offensive beteiligt. Im September 1943 standen noch 67 BR.20 im Dienst, die den Krieg in Nordafrika, Griechenland und Jugoslawien überlebt hatten. Sie waren zum größten Teil auf die Schulen für Bomber- und Transporterbesatzungen verteilt.

Die wichtigsten Versionen:
BR.20 (erste Serienausführung);
BR.20M (veränderter Rumpfbug);
BR.20 bis (mit stärkeren Triebwerken und besserer Defensivbewaffnung).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Italien, Japan, Venezuela.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: BR.20
Art: leichter Bomber
Triebwerk:
zwei Sterntriebwerke Fiat A.80RC 41 mit je 735 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 432 km/h in 5 000 m Höhe;
Dienstgipfelhöhe 9 000 m;
Reichweite 3 000 km
Masse:
höchstzulässige Abflugmasse 9 900 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 21,56 m;
Länge 16,10 m;
Flügelfläche 74 m2
Bewaffnung:
ein 12,7-mm-Maschinengewehr und zwei 7,7-mm-Maschinengewehre in Lafetten an der Rumpfober- und Unterseite plus 1 600 kg Bomben.
 

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