Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug FFA P-16

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Dieses Vorserienmuster des einzigen Schweizer Strahlflugzeugs P-16 ist alles, was von diesem Projekt übriggeblieben ist.


Ein ehrgeiziges Vorhaben

1948 erarbeitete der Führungsstab der Schweizer Flugwaffe ein Programm zur Entwicklung eines Jagdbombers, der speziell für den Einsatz unter den topografischen Gegebenheiten der Schweiz zugeschnitten sein sollte. Die anspruchsvollen Vorgaben sahen unter anderem eine schallnahe Höchstgeschwindigkeit, eine hervorragende Manövrierfähigkeit sowie kurze Start- und Landestrecken vor, um auch von behelfsmäßigen Pisten in Talkesseln aus operieren zu können.

Ein erfolgreicher Start ...

Am 28. April 1955 startete der Prototyp der P-16 der Schweizer Firma FFA (Flug- und Fahrzeugwerke AO) in Altenrhein zu seinem Erstflug. Die dünnen Hochleistungsflügel machten eine Startstrecke von 490 m und eine Landestrecke (mit Bremsschirm) von nur 300 m möglich. Die Flugerprobung im Jahr 1956 und eine Leistungssteigerung des Triebwerks im Jahr 1957 ließen die guten Flugeigenschaften und das Entwicklungspotential der P-16 deutlich hervortreten, so daß die Schweizer Regierung 1958 100 Exemplare bestellte.

... und ein vorzeitiger Absturz

Einige Wochen nach Auftragserteilung stürzte der Prototyp aufgrund einer Störung im Steuerwerk in den Bodensee. Obwohl der Hersteller wirksame Verbesserungsmaßnahmen vorschlug, wurden die vorliegenden Bestellungen storniert. Aus firmeneigenen Mitteln wurden nur noch zwei Vorserienexemplare gebaut, die im Juli 1959 bzw. im März 1960 zu ihrem Erstflug starteten.

Die wichtigsten Versionen: P-16 (Prototyp).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Schweiz.
 


——— TECHNISCHE DATEN ———
Typ: P-16
Art: Jagdbomber (Prototyp)
Triebwerk: ein Strahltriebwerk Armstrong Siddeley Sapphire mit 48,9 kN
Leistungen: Höchstgeschwindigkeit l 120 km/h;
Dienstgipfelhöhe 14 000 m;
Reichweite l 000 km
Masse: höchstzulässige Abflugmasse 11 700 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 11,15 m;
Länge 14,25 m;
Höhe 4,10 m;
Flügelfläche 29,77 m2
Bewaffnung: zwei 30-mm-Maschinenkanonen Hispano-Suiza 825 im Bug; Kampfmittelzuladung 2 000 kg (Bomben, Luft-Boden-Raketen) im Rumpf

Besatzung: l
 

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