Jagdbomben- und Erdkampfflugzeug FAMA IA 58 "Pucara"

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Obschon die Pucara während des Falklandkriegs auf der Verliererseite kämpfte, dürfte sie in der Guerillabekämpfung voll ihren Mann stehen.


Paradepferd der argentinischen Industrie

Am 20. August 1969 startete der Prototyp des argentinischen Erdkampfflugzeugs FAMA IA 58 Pucara zu seinem Erstflug. Aber erst 1982, während des Falklandkriegs, erlangte dieses Flugzeug Berühmtheit. Obschon die Triebwerke samt Luftschrauben und auch die Bewaffnung aus Europa stammten (Frankreich und Belgien) handelte es sich doch um eine ehrgeizige Eigenkonzeption der argentinischen Luftfahrtindustrie (Fabrica Argentina de Materiales Aerospaciales).

Eine eigenwillige Konstruktion

Das völlig aus Metall hergestellte und von zwei Propellerturbinen angetriebene taktische Kampfflugzeug erwies sich als überaus wendig und konnte eine stattliche Kampfmittelzuladung mitführen. Die Briten eroberten während der Kampfhandlungen zwei unbeschädigte Exemplare und überführten sie nach Europa, um sie einer genauen Analyse zu unterziehen.

Kaum Exporterfolge

Trotz erheblicher Exportanstrengungen blieb Argentinien der Hauptabnehmer dieses Flugzeugs. Die Fuerza Aerea Argentina übernahm in den siebziger Jahren 60 Einheiten und beschaffte in den vergangenen Jahren weitere 30 Flugzeuge. Eigentlich wurde die Pucara für eine ganz andere Aufgabe entworfen: die Guerillabekämpfung insbesondere im Norden des Landes. Seinerzeit hat wohl niemand geahnt, daß dieses Flugzeug einmal gegen eine europäische Großmacht im Rahmen völlig unterschiedlicher Bedingungen zum Einsatz kommen könnte.

Die wichtigsten Versionen:
IA 58A; IA 58B (nur Prototyp);
IA 66 (nur Prototyp);
IA 58C (nach Falkland-Erfahrungen realisierte einsitzige Version, Erstflug 30. 12. 1985).

Die wichtigsten Abnehmerländer: Argentinien, Irak, Uruguay, Venezuela.
 


———— TECHNISCHE DATEN ———
Typ:IA 58A
Art: Erdkampfunterstützungsflugzeug
Triebwerk: zwei Propellerturbinentriebwerke Turbomeca Astazou XIVG mit je 719 kW
Leistungen: Reisegeschwindigkeit 430 km/h;
max. Steiggeschwindigkeit  18 m/s;
Dienstgipfelhöhe 10000 m;
Einsatzradius 350 km (mit l 500 kg Kampfzuladung
Masse: Leermasse 4 020 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 6 800 kg
Abmessungen: Flügelspannweite 14,50 m;
Länge 14,25 m;
Flügelfläche 30,30 m2
Bewaffnung:  zwei   20-mm-Maschinenkanonen Hispano 804 mit je 270 Schuß Munition; 7,62-mm-Maschinengewehre; Kampfmittelzuladung l 500 kg (Bomben, Raketen usw.)

Besatzung: 2
 

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